Eric Woerth: Vielleicht doch kein Bluff

Immer noch wird gerätselt, wie Frankreich die Daten von 3000 Schweizer Konti erhalten haben soll. Aber offenbar gibt es für die Pariser Steuerbehörden einen Trick.

Die Genfer Zeitung «Le Temps» zeichnet – offenbar mit Quellen aus der französischen Steuerverwaltung – ein Szenario auf, wie die Behörden in Paris an die Konto-Daten von rund 3000 Bankkunden in der Schweiz gelangt sein könnten: Die Informationen könnten im Rahmen von Steuerauskünften geflossen sein, welche die Auslandstöchter in Frankreich in eigener Sache abzugeben haben.

Die Anordnungen sehen unter anderem vor, dass die Banken der Steuerbehörde auf Anfrage jeweils Summe und Datum von Auslandsüberweisungen angeben müssen, zudem aber auch den Absender und – hier ist ein springender Punkt – den Empfänger der Gelder im Ausland. Dadurch wird es möglich, dass die französischen Steuerbehörden trotz des Bankgeheimnisses Informationen über Konten in der Schweiz erhalten; es genügt, dass von Frankreich aus Gelder auf diese Konten transferiert wurden.

Credit Suisse liefert klares Dementi

Eric Woerth, der französische Budgetminister, hatte vorletzte Woche behauptet, sein Ministerium wisse von 3000 Franzosen, die Schwarzgeld in der Schweiz hätten – die Informationen seien von Schweizer Banken geliefert worden. Hiesige Banker und Behörden hatten keine Erklärung für diese Behauptung; bald geisterte denn auch die Vermutung durch die Schweiz, Woerth habe schlicht geblufft. 

Drei Banken sollen laut «Le Temps» über den Steuerdeklarations-Umweg Daten nach Paris geliefert haben. Namentlich genannt wird die Credit Suisse, die aber klar dementiert: Die Bank habe «in diesem Kontext» kein Konto und keine Information ausgeliefert.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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