Neue Allianz will Grossbanken bändigen

Überraschend spannen SVP, SP und Swatch-Gründer Nicolas G. Hayek zusammen, um den Banken Leitplanken zu setzen.

Was im Verlauf der letzten Tage generalstabsmässig organisiert wurde, überrascht perfekt: Heute Freitagmorgen präsentierte im Hotel Bellevue in Bern ein illustres Trio seine Massnahmen zur Bändigung der Grossbanken.

Die überparteilichen Allianz mit Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft will Lehren aus dem UBS-Debakel ziehen und fordert Vorkehrungen für weitere Finanzinstitute in Not.

Notfall-Strategie gefordert

Namentlich soll eine Notfall-Strategie für Gross-Unternehmen entwickelt werden und zudem fordert das Manifest eine weitere Verschärfung der gesetzlichen Eigenmittelvorschriften in der Schweiz. Die einmalige Kooperation über alle ideologischen Grenzen hinweg zeugt von der Wichtigkeit dieses Anliegens zum Schutz von Staat und Steuerzahlenden.

Präsentiert wurden die Vorstösse von alt Bundesrat und Vizepräsident der SVP Christoph Blocher, Unternehmer Swatch-Gründer Nicolas G. Hayek sowie von Nationalrat und SP-Präsident Christian Levrat.

Nie wieder zur Belastung werden

Im Interesse der gesamten Volkswirtschaft und namentlich des Werkplatzes müsse jetzt mit gezielten und effektiven regulatorischen Eingriffen verhindert werden, dass sich der Fall UBS wiederholen kann, erklärten die Initianten des Manifests. Der Finanzplatz müsse im Dienste der Realwirtschaft und der ganzen Bevölkerung funktionieren und dürfe nie wieder zur Belastung für die gesamte Volkswirtschaft werden. Diese Rückbesinnung auf ein nachhaltiges und weniger spekulatives Bankengeschäft sei auch im ureigenen Interesse des Finanzplatzes. Doch das könne nur gelingen, wenn

  1. die Eigenmittelanforderungen an die Grossbanken weiter verschärft würden, um sie zu einer Verkürzung ihrer aufgeblähten Bilanzen zu zwingen,
  2. von der SNB und der Finanzmarktaufsicht FINMA eine Strategie entwickelt werde, die das «too big to fail» Problem angehe.

Neben den Unterzeichnenden waren noch folgende Personen zugegen: Nationalrat Toni Brunner, Präsident SVP Schweiz; Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer, SP/BL; Jean-Daniel Pasche, Präsident Fédération Suisse de l'Industrie Horlogère FH sowie Kurt Schiltknecht, a.o. Professor für Volkswirtschaft, Basel

Das Dossier der Medienkonferenz findet sich auf diesem Link. Ausschnitte aus Christian Levrats Rede auf Youtube.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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