1'509 Hedge Funds mussten schliessen

Seit 2007 durchlebten wir ein Hedge-Fund-Massaker, am meisten betroffen waren Funds mit der Long-Short-Equity-Strategie. Zugleich starteten 1'240 neue Hedge Funds.

Die Zahl der Hedge Funds befindet sich nun auf dem Niveau von 2006. So gut wie alle Hedge Funds haben unter der Krise gelitten. Die schwierigsten Zeiten machten die Funds im letzten Quartal 2008 und im ersten Quartal dieses Jahres durch. In dieser Periode wurde 40 Prozent der betroffenen Funds liquidiert. Dies geht aus Daten des Informationsunternehmens «Eurekahedge» hervor – zu finden im «Wealth Bulletin».

Seit Mitte 2008 kam es jedes Quartal zu mehr Schliessungen als Neulancierungen von Hedge Funds. Von den 1'509 geschlossenen Hedge Funds gehören 48 Prozent zur Kategorie Long-Short-Equity. Rund ein Drittel aller weltweit gehandelten Hedge Funds arbeiten nach dieser Strategie.

Trendwende in Sicht

Trotz der vielen Schliessungen wurden während der Krise 1'240 neue Hedge-Funds lanciert. Ankur Samtaney, ein Senior Analyst bei Eurekahedge rechnet jedoch mit einer baldigen Erholung des Hedge-Fund-Marktes: «Wir erwarten, dass die Fund-Population wieder beginnt zu wachsen, während die Anzahl von Schliessungen zurück geht und neue Start-Ups zunehmen.»

 

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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