Karriere: Bloss keine falschen Fragen

Einem neuen Jobs geht zumeist ein Treffen mit einem künftigen Vorgesetzten voran. Um seine Einstellungschancen zu erhöhen, sollte man bestimmte Fragen gezielt stellen und andere besser unterlassen.

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Bekanntlich bekommt der erste Eindruck keine zweite Chance. Darum sollte man sich auf den ersten Kontakt mit dem Wunschunternehmen genauestens vorbereiten.

Neben einer ausführlichen Recherche über den potenziellen Arbeitgeber empfiehlt sich auch eine Liste mit den paar «richtigen» und «falschen» Fragen, wie das amerikanische Online-Portal «Learnvest» schreibt. Hier sind vier Fragen, die Sie unbedingt stellen sollten:

1. Welcher Charaktertyp passt am besten zu Ihrer Firmenkultur?

Diese Frage stellen Bewerber zwar häufig, so der Karriere-Experte Jenn DeWall, aber leider oft nur um des Fragens willen. Wichtig sei aber, genau hinzuhören, was das Gegenüber antwortet. Denn diese Frage unterstreiche, so DeWall, ein Denken in grösseren Zusammenhängen und den Willen, den Erfolg der Firmenkultur zu verstehen.

2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Die Antwort auf diese Frage kann helfen, sich den Job genauer vorzustellen – inklusive den alltäglichen Ups and Downs.

3. An wen soll ich mich sonst noch wenden?

Diese Frage drängt sich auf, wenn das anvisierte Unternehmen zurzeit keinen Job offen hat. Doch womöglich kennt der Gesprächspartner eine andere Firma, die genau jemanden mit dem selben Profil sucht. Laut der unabhängigen Personalspezialistin Chrystal Marsh ist diese Frage auch deshalb zentral, weil sich so das Beziehungsnetz auf rasche und einfache Weise vergrössern lässt.

4. Gibt es noch etwas, was ich für Sie tun könnte?

Diese Frage sollte man laut Tara Goodfellow vom Bildungsberatungsunternehmen «Athena Educational Consultants» unbedingt am Schluss eines informellen Interviews platzieren. Denn sie impliziert, dass man etwas zurückgeben möchte und man an einer Beziehung interessiert sei, von der beide Parteien profitieren können, so Goodfellow.

Und diese vier Fragen, sollten Sie auf keinen Fall stellen:

1. Können Sie mir etwas über Ihren Karrierepfad erzählen?

Dies sei eine der schlimmsten Fragen, die man stellen könne, sagt Adrian Granzella Larssen vom Karriere-Dienst «The Muse». Solche Fragen seien reien Zeitverschwendung, da man die Antworten leicht mittels einer Online-Recherche bekommen könne.

Stattdessen können laut Larssen dem Interviewpartner spezifische Fragen hinsichtlich seiner Karriere gestellt werden, etwa: Was haben Sie als die grösste Herausforderungen erfahren, als Sie von der kleinen Finanz-Boutique zum grossen Asset Manager wechselten? Noch besser ist folgende Frage: Was muss man unternehmen, wenn man denselben Karriereplan wie Sie einschlagen will? Denn damit signalisiert der Bewerber eine gewisse Empathie oder zumindest ein gewisses Interesse an seinem Vorgesetzten. Das schmeichelt.

2. Was hat es auf sich mit «diesem Skandal» um ihre Firma?

Fragen dieser Art sind der Gesprächskiller in einem informellen Gespräch. Sie können bisweilen sogar zum Abbruch der Konversation führen, wie Todd Horton von der Personal-Beratungsfirma «KangoGift» warnt. Besser ist, eine offene Fragen zu stellen, in der Art: Welches sind die künftigen Herausforderungen ihrer Firma?

Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, kann der Bewerber seine Fähigkeit herausstreichen, indem er sagt, wie die Firma allenfalls eine anstehende Herausforderung meistern könnte.

3. Wie viel verdienen Sie?

Solche Fragen empfindet das Gegenüber zumeist als Verletzung der Privatsphäre. Um dennoch etwas über die Lohnhöhe der anvisierten Position in Erfahrung zu bringen, empfiehlt es sich laut Karriere-Coach Roy Cohen nach einer Bandbreite zu fragen.

4. Wollen wir uns auf Facebook befreunden?

Auch wenn das informelle Interview angenehm abläuft, sollte man nie vorschnell «Freunde» auf Facebook werden. Philip Blacket vom Online-Bewrbungs-Portal «Magnetic Interviewing» empfiehlt stattdessen, sich für den Gesprächspartner zu interessieren. Zum Beispiel, indem man die Frage stellt: Was gab bei Ihnen den Ausschlag, bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber anzuklopfen? Erst nach dem Interview empfiehlt Blacket, im Dankesmail allenfalls eine Linkedin-Einladung nachzuschieben.

 

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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