Sika: Niederlage für Bill Gates

Microsoft-Gründer und Sika-Minderheitsaktionär Bill Gates wehrte sich vergeblich gegen den Sika-Verkauf an Saint-Gobain. Beendet ist der Streit damit aber noch nicht.

Die Saint-Gobain-Gruppe muss den Minderheitsaktionären der Sika-Gruppe kein Übernahme-Angebot ihrer Aktien unterbreiten, wie das Bundesverwaltungsgericht am Dienstag mitteilte. Mit diesem Urteil stützt das Gericht den Entscheid der Vorinstanzen.

Eigentlich sähe das Schweizer Recht ein solches öffentliches Angebot vor, die Statuten der Sika hebeln diese Vorschrift hingegen aus. Die Bill-Gates-Stiftung als Minderheitsaktionärin — sie besitzt 4,6 Prozent der Sika-Aktien – hat gegen diese Sonderregel erfolglos geklagt. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist endgültig.

Teilsieg für Sika-Gründerfamilie

Die französische Baustoff-Gruppe Saint-Gobain begrüsste in einer Mitteilung den Entscheid. Dieser bestärke das Unternehmen in der Absicht, die Kontrolle über die Sika zu übernehmen. Und für die Sika-Gründerfamilie «bricht mit dem Entscheid ein weiterer Teil der Argumentation des Verwaltungsrats von Sika zusammen».

Dies heisst allerdings noch nicht, dass der geplante Verkauf der Anteile der Sika-Erben an Saint Gobain nun möglich wird. Denn es sind noch weitere juristische Verfahren im Gange.

Nächster Streitpunkt: Stimmrechtsbeschränkung 

Ungeklärt ist unter anderem die Frage nach der Beschränkung der Stimmrechte. Mit Berufung auf die Statuten hatte der Verwaltungsrat das Stimmrecht der Sika-Erben auf 5 Prozent beschränkt.

Dadurch konnte an der Generalversammlung Ende Juli die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsrats-Mitglieder Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter verhindert werden, wie auch finews.ch berichtete.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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