Fintech: Boom lockt weitere Telekom-Firma an

Der Fintech-Boom lockt längst nicht nur Player aus der Finanzbranche an. Nach der Swisscom hofft jetzt noch ein weiterer Telekom-Anbieter auf Geschäfte.

Die «blaue Riese» ist aus der Schweizer Fintech-Szene nicht mehr wegzudenken. Kaum ein Gremium, in dem die «heimliche Grossmacht» Swisscom nicht vertreten ist, keine Initiative, die ohne ihr Know-how auszukommen scheint. Auch wenn vieles davon Zukunftsmusik ist – die grösste Schweizer Telekom-Anbieterin stellt mit dem Engagement sicher, dass der Finanzplatz kaum um ihre Dienste herumkommen wird.

Das macht nun die Konkurrenz aus der Branche hellhörig: So klinkt sich UPC Cablecom – wie die Swisscom ein ehemaliger Staatsmonopolist – ebenfalls in den Fintech-Boom ein.

Wolke mit dem Segen der Finma

Wie nämlich der Schweizer Daten-Spezialist Safe Swiss Cloud vermeldete, konnte dieser Cablecom sowie die IT-Unternehmen Interxion und Solace Systems zu einer «umfassenden Cloud-Initiative» für Fintech- und Finanzfirmen in der Schweiz gewinnen.

Laut Safe Swiss Cloud sollen Fintech-Startups so die nötige Infrastruktur erhalten, um ihre Datenmengen extern zu verwalten. Die Initiative soll dabei den geltenden Vorgaben der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) entsprechen, so dass sich Jungfirmen nicht um die Konformität mit den regulatorischen Vorgaben kümmern müssen.

Wächterin an den Zugangs-Pforten

Als Partnerin der Initiative sorgt UPC Cablecom für einen doppelt gesicherten Internet-Zugang respektive feste Glasfaserverbindungen. Die an der New Yorker Börse gelistete Interxion wiederum stellt das Rechenzentrum, und Solace Systems bietet Messaging-Dienste für die Nutzer.

Auf das Echo in der Schweizer Fintech-Szene darf man gespannt sein.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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