Schweizer Banken im Ozean der US-Bussen

Dollar@shutterstock.com

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Total 28 Banken der Kategorie 2 haben in den vergangenen zwei Monaten den Steuerstreit mit den USA ad acta legen können. Zuletzt kamen Lombard Odier mit nahezu 100 Millionen Dollar sowie die DZ Privatbank (Schweiz) mit knapp 7,5 Millionen Dollar an die Kasse.

Damit haben 76 von insgesamt mehr als 100 Kategorie-2-Banken rund 1'129 Millionen Dollar an das amerikanische Justizministerium (DoJ) überwiesen, wie die Neue Helvetische Bank (NHB) ausgerechnet hat (siehe Tabellen unten).

Die grössten Brocken gingen dabei zulasten der Tessiner BSI mit 211 Millionen Dollar, der bereits erwähnten Lombard Odier oder dem Crédit Agricole (Suisse) mit gut 99 Millionen Dollar. Straffrei ging die Sache bislang nur für die Luganeser Banca Intermobiliare di Investimenti e Gestioni aus.

Bewegung in der ersten Kategorie

Neben den Kategorie-2-Banken warten auch noch diverse Geldhäuser der Kategorie 1 auf Post aus Übersee, darunter die Basler und die Zürcher Kantonalbank sowie Rahn & Bodmer, Pictet und Julius Bär.

Letztere hatte vor wenigen Tagen in Absprache mit den amerikanischen Behörden weitere 197 Millionen Dollar zurückgestellt, wie auch finews.ch berichtete. Zuvor hatte die Zürcher Bank bereits 350 Millionen Dollar reserviert. Damit klettert die vom Institut erwartete Ablasszahlung auf mindestens 547 Millionen Dollar.

Aus dem Schneider sind die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die mittlerweile liquidierte Bank Wegelin und die israelisch stämmige Bank Leumi. Zusammen bezahlten sie gut 4 Milliarden Dollar. 

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NEWS GANZ KURZ

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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