Löhne: Warum HR-Profis im Banking immer noch eine Prämie verdienen

Personalwesen, Bild Shutterstock.com

Personalwesen, Bild Shutterstock.com

Wer sich tagein, tagaus mit dem Salär anderer abplagt, kommt wohl selten dazu, über seine eigene Entlöhnung nachzudenken. Das wäre indes ein Fehler, ist dem britischen Lohnspezialisten Emolument.com zu glauben: insbesondere zwischen den verschiedenen Wirtschafts-Sektoren gibt es eklatante Unterschiede bei der Entlöhnung von HR-Profis.

Emolument.com stützt sich in dieser Analyse auf eine Umfrage unter rund 500 im Personalwesen Beschäftigten in Grossbritannien. Während die Zahlenangaben spezifisch für den britischen Markt sind, dürften die unterliegenden Trends und Entwicklungen dabei auch auf das hiesige Branchen-Umfeld zutreffen.

Trend zeigt nach unten

So gilt wohl auch in der Schweiz, dass die zunehmende Automatisierung sowie der Sparzwang im Backoffice-Bereich die Entlöhnung im Personalwesen unter Druck bringen. In Grossbritannien etwa zeigt der Lohn-Trend im HR bereits seit 2011 nach unten.

Umso mehr kommt es darauf an, am richtigen Ort zu arbeiten. Der Emolument-Umfrage zufolge ist dies ganz klar der Finanzsektor: wenn es um die Gesamtentlöhnung (fixe und variable Lohn-Bestandteile) geht, bezahlt fast niemand so gut wie Banken und Versicherer.

Schmerzzulage im Banking

Interessanterweise gilt dies gerade auch für Neueinsteiger. Im Finanzsektor verdienen diese von der ersten Stunde weg mehr als doppelt soviel, wie wenn sie für ein Staatsunternehmen arbeiten würden (siehe Grafik). Veteranen mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung können diesen Abstand später halten; ihnen winken im Finanzwesen Jahreslöhne von 120'000 Pfund (174'000 Franken) – und damit 60'000 Pfund mehr als den Kollegen beim Staat.

EmolumentGrafik 500

Dabei spiele das im Banking und bei Versicherern generell hohe Lohnniveau eine gewichtige Rolle, analysiert Emolument. Doch nicht nur: Im Banking sei der hohe Lohn als eine Art «Schmerzzulage» zu verstehen, da das HR oftmals schlecht gelitten sei und gerade bei der Rekrutierung von der Front gerne an die Seitenlinie gedrängt werde, heisst es.

Gleichstellung gilt für andere

Ein Stress-Job also, nicht zuletzt für die weiblichen Angstellten. So ergab die Umfrage, dass Frauen im Personalwesen im Schnitt 20 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen – und dies, obschon gerade das HR die Gleichstellung am Arbeitsplatz verfechten sollte.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

Western Union

Der Zahlungsdienstleister Western Union und die SBB haben eine Smartphone-App lanciert. Sie ermöglicht Geldtransfers in über 200 Länder an mehr als 1'000 Billett-Automaten. Die Überweisung können entweder bar oder mit einer Bankkarte erfolgen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds hat im Juli dieses Jahres über 900 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von 2,2 Prozent. Die Nettomittelzuflüsse betrugen rund 4 Milliarden Franken.

VZ Gruppe

Die Depotbank der VZ Gruppe hat einen neuen Digital Banking Hub der Zürcher Softwareschmiede Crealogix in Betrieb genommen. Der Hub erlaubt eine modulare Weiterentwicklung als Plattform für verschiedene Banking-Applikationen.

Moody's

Die Ratingagentur bescheinigt dem Schweizer Bankensystem einen «stabilen Ausblick». Die Einstufung reflektiere die Erwartung, dass die operativen Konditionen für die Banken in der Schweiz solide und stabil bleiben, so Moody's.

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