Börsentipps vom Plattmacher

Florian Homm

Florian Homm

Schweizer und US-Behörden suchen ihn wegen mutmasslicher Vermögensdelikte. Das hindert den schillernden deutschen Financier Florian Homm nicht, in einem neuen Buch Anlagetipps zu verbreiten.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft sucht ihn. Das FBI und die US-Drogenpolizei DEA auch. Und würden die Amerikaner seiner habhaft, dann drohten Florian Homm über 200 Jahre Haft, wie auch finews.ch berichtete.

Die Behörden jagen den schillernden Deutschen wegen Vermögensdelikten. In den USA soll er mit Aktienkurs-Manipulationen Anleger um Millionen gebracht haben. In der Schweiz wird ihm qualifizierter Geldwäscherei, Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Das alles hielt Homm, der sich derzeit in Deutschland frei bewegen kann, nicht davon ab, ein Buch just über das für ihn so heikle Thema Finanzen zu schreiben. Mehr noch: Der einst für seine kaltblütigen Angriffe auf Firmen als «Plattmacher» gefürchtete Hedge-Fonds-Manager betätigt sich dabei als Geldonkel.

Kernschmelze des Finanzsystems

Wie einer Mitteilung vom Mittwoch zu entnehmen ist, erscheint nämlich mit «Endspiel: Wie Sie die Kernschmelze des Finanzsystems sicher überstehen» am 15. Februar im FinanzBuch Verlag Homms neuester Band. Im Begleittext ist zu vernehmen, was von der Lektüre zu erwarten ist.

Die Finanz-, Euro- und Wirtschaftskrise ist keineswegs ausgestanden, weiss Homm. Die offiziellen Zahlen der grossen Volkswirtschaften wie die der USA, Japan und die des Euro-Raums seien hemmungslos frisiert, die Staatsverschuldung viel grösser, als es die offizielle Statistik verbreitet. Homm verspricht in diesem Umfeld nicht nur Rettung fürs Geld. Er will seinen Lesern auch verraten, wie sie «von fallenden Kursen profitieren» können.

Gefährliche Spezialität

Profitieren von fallenden Kursen: Leerverkäufe waren Homms Spezialität als Hedge-Manager, mit der Taktik sorgte er auch in der Schweiz für Unruhe – hier war sein Fonds einst an Firmen wie Mobilezone, Ascom, Comet und SIG beteiligt. Doch eben diese Spezialität dürfte mit dazu beigetragen haben, ihn ins Visier der Behörden zu bringen.

Homm, der bereits die Bände «Kopf Geld Jagd» und «225 Jahre Knast» veröffentlicht hat und das Buch «Our Lady's Message Of Mercy To The World» in deutscher Sprache verlegen lässt, forciert mit der neuesten Veröffentlichung nicht nur seine neue Karriere als Autor. Er findet auch zu seinem alten Metier zurück.

Coach für Lebens- und Finanzberatung

Bei einem Treffen mit finews.ch letzten Dezember in Frankfurt gab Homm bereits an, dass er in Teilzeit als Coach für Lebens- und Finanzberatung bei der deutschen Firma Die Zweite Meinung arbeite. Es gebe jedoch eine Grenze, sagte er damals: Das Geld anderer anlegen würde er nicht mehr.

 

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NEWS GANZ KURZ

Bank Frick

Die liechtensteinische Bank Frick & Co. hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2016 um 11,6 Prozent auf 2,2 Millionen Franken im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert. In den Folgemonaten erwartet die Bank «substanzielles Neugeschäft» aufgrund der Akquirierung des Zahlungssystem-Anbieters Net 1.

Responsability

Die niederländische Entwicklungsbank FMO hat Nachrangdarlehen im Wert von 67,4 Millionen Dollar an den Zürcher Mikrofinanz-Spezialisten Responsability verkauft. Das Portfolio umfasst Transaktionen mit neun Finanzinstituten, die in 14 Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind und vorwiegend KMU bedienen.

Acrevis

Die von St. Gallen aus operierende Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken erzielt, minim mehr als im Vorjahr. Die Kundenausleihungen nahmen leicht um 1,6 Prozent zu, die verwalteten Vermögen um 2,7 Prozent.

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

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