Nahrungsmittelspekulation: Für Basler Pensionskassen kein Problem

Der Handel mit Agrar-Rohstoff-Derivaten sei Spekulation mit Nahrungsmitteln. Darum will ihn eine Initiative verbieten. Alles eine Frage der «subjektiven Wahrnehmung», heisst es bei einer Pensionskasse.

In drei Wochen wird über eine Initiative der Jungsozialisten abgestimmt, welche die Spekulation mit Nahrungsmittel beenden will. Das würde bedeuten, dass der Handel mit Agrar-Rohstoff-Derivaten praktisch verboten wäre.

Das Thema ist heikel und umstritten. Je nach Beweisführung hat der Handel mit Agrar-Rohstoff-Futures und -Zertifikaten einen Einfluss auf die Preise von Lebensmitteln – oder eben nicht. Banken wie die Credit Suisse und J. Safra Sarasin haben sich kritisch zu diesem Thema geäussert und wollen Kontrakte auslaufen lassen. In Deutschland hat sich die Commerzbank zum Ausstieg aus dem Geschäft entschieden.

Vertrauen auf ein Papier

Der AHV- und IV-Ausgleichsfonds hat sämtliche entsprechende Investitionen gestrichen – aus Gründen der politischen Sensibilität.
Wie die Basler «Tageswoche» schrieb, haben die beiden Pensionskassen Basel-Stadt und Baselland keinerlei solcher Bedenken.

Sie sind in Agrar-Rohstoffe investiert (einmal mit 25 Millionen Franken und einmal mit 9 Millionen) und sehen darin kein ethisches Problem.

Roland Weiss von der Basellandschaftlichen Pensionskasse sagt: «Es ist vielmehr eine Frage der politischen beziehungsweise subjektiven Wahrnehmung.» Ausserdem würden die Investitionen in Rohstoffe periodisch neu beurteilt. Die Pensionskasse vertraut auf die Ergebnisse eines Papiers der Martin-Luther-Universität Wittenberg, welche die Nahrungsmittelspekulation als unbedenklich erklärt.

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NEWS GANZ KURZ

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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