Giovanni Leonardo: «Für ein Gold-Comeback ist es noch verfrüht»

Giovanni Leonardo, Head of Investment Management, Schroder & Co Bank

Giovanni Leonardo, Head of Investment Management, Schroder & Co Bank

In einer Welt, in der die Zinsen mancherorts steigen und andernorts sinken, sind die Anleger gefordert. Giovanni Leonardo von der Schroder & Co Bank sagt im Interview mit finews.ch-TV, worauf es jetzt ankommt.

Auch für Giovanni Leonardo kam die jüngste Korrektur an den Finanzmärkt höchst überraschend, wie er im Interview mit finews.ch-TV einräumt. Der Head of Investment Management der Schroder & Co Bank geht denn auch davon aus, dass die Nervosität noch eine ganze Weile anhalten werde.

Trotzdem glaubt er nicht, dass die Welt am Rande einer Rezession stehe. «Die Welt ist sich jedoch am Verändern. In einigen Teilen der Welt werden die Zinsen erhöht, in anderen gesenkt. Das ist neu», sagt der Investmentspezialist. So werde es umso schwieriger für die Anleger, wie sie sich positionieren würden.

In den tiefen Öl- und Rohstoffpreisen generell sieht Leonardo auch eine Chance, indem die Endverbraucher heute mehr Geld für andere Ausgaben hätten und so den Konsum ankurbeln könnten. Er sagt zudem: «Tiefe Ölpreise halten auch die Inflation tief, so dass die Geldpolitik in Europa weiter expansiv bleiben dürfte.» Das könnte positive Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben.

Orientierung an den «nackten» Zahlen

Für einen Einstieg ins Gold sei es noch verfrüht, sagt Leonardo weiter. Selbst nach den jüngsten Verwerfungen an der Börse habe das Gold als «safe haven» nicht sonderlich stark reagiert. Mit einem Comeback des Goldes sei erst dann zu rechnen, wenn sich die Zinssituation normalisiert habe.

Angesichts der anhaltend unsichereren Situation empfiehlt Leonardo den Anlegern, sich vermehrt an den «nackten Zahlen» der Unternehmensergebnisse zu orientieren. Und obschon die Analysten in ihren Erwartungen eher negativ eingestellt seien, habe es einige positive Überraschungen geben.

Daraus zieht Leonardo das Fazit: «Ein langsamer Zinsanstieg verhilft zu steigenden Aktienkursen, die ihrerseits wiederum gestützt werden von wachsenden Unternehmensumsätzen und -gewinnen.

 

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer hat das Franz-Carl-Weber-Haus an der Bahnhofstrasse 62 in Zürich gekauft. Die Immobilie gehörte zuvor dem ehemaligen Denner-Eigentümer Philippe Gaydoul. Der Preis beläuft sich Schätzungen zufolge auf 230 Millionen Franken.

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

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