Edward J. Snowden: Held oder Schurke?

Im Bild von links nach rechts: S.D. Prinz Philipp von Liechtenstein (ECAEF Stiftungsrat), Daniel Issing (1. Preisträger), Demelza Hays (2. Preisträgerin) sowie Mats Ekman (3. Preisträger) und S.D. Prinz Michael von Liechtenstein (ECAEF Stiftungsratspräsident).

Der in Vaduz ansässige, liberale Think Tank European Center of Austrian Economics Foundation (ECAEF) hat in dieser Woche den 8. Vernon Smith Prize verliehen. Die Ausschreibung stand unter dem Titel: «Edward J. Snowden: Held oder Schurke?»

Tatsächlich kriminell?

Damit stellte sich die Frage: Wer ist nun Held, wer ist Schurke, wer ist keines von beidem? Ist das Handeln Edward Snowdens – mit dem erst die weltweit stattfindenden Abhör- und Ausspäh-Aktionen grosser Staaten an die breite Öffentlichkeit gelangt sind – tatsächlich kriminell? Oder ist Snowdens Handlung vielleicht «im öffentlichen Interesse» zu werten?

Am 15. Februar fand die Verleihung des 8. Vernon Smith Prize statt. Dabei hatte im Vorfeld eine Fachjury die eingereichten Essays begutachtet und schliesslich folgende drei Preisträger bestimmt:

  • Daniel Wolfgang Issing, Deutschland
  • Demelza Hays, USA
  • Mats Ekman, Finnland

Die Auszeichnung der Preisträger übernahm Prinz Philipp von Liechtenstein.

  • Daniel Wolfgang Issing beleuchtet in seinem Essay als Grundlage verschiedene Aspekte: was beinhaltet Heldentum? Waren die Handlungen der amerikanischen National Security Agency (NSA) rechtswidrig? Wie mutig war Snowden’s Handlung? Aufbauend auf dieser Grundlage folgert Issing, dass Informationen kein knappes Gut sind und deshalb kaum je wirklich privates Eigentum sein können.
  • Demelza Hays, sie studiert an der Universität Liechtenstein, beschreibt sehr eingehend die Ausspäh-Aktivitäten der NSA, die Snowden schliesslich dazu bewegt haben, das Verhalten der NSA an die Öffentlichkeit zu bringen. Alsdann geht sie der Frage nach, was höher zu gewichten sei: die allgemeine Sicherheit oder die persönliche Privatsphäre.
  • Mats Ekman argumentiert in seinem Essay mit dem Recht auf Eigentum und schlussfolgert dass die NSA mit Hilfe von Ausspäh- und Abhöraktionen auf illegitimem Weg an persönliche Daten gelangt ist und somit zum einen nicht wirklich eine «ownership» an diesen Daten geltend machen könne.
 

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NEWS GANZ KURZ

SNB

Nach einem verlustreichen Vorjahressemester wegen der Aufgabe des Euro-Mindestkurses erzielte die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Halbjahr 2016 einen Gewinn von 21,3 Milliarden Franken. Die Zentralbank profitiert dabei vor allem von Wertzuwächsen im Devisen- und Goldportfolio.

Spar- und Leihkasse Bucheggberg

Die Solothurner Regionalbank hat im ersten Semester des laufenden Jahres den Halbjahresgewinn um 1,7 Prozent steigern können. Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, kletterte der Brutto-Erfolg im Vergleich zum Vorjahr dank höheren Volumen um 2,9 Prozent auf 3,7 Millionen Franken.

Banque Profil de Gestion

Die Genfer Privatbank hat im ersten Halbjahr 2016 wiederum einen kleinen Gewinn erzielt: Nach 100'000 Franken im Vorjahr waren es diesmal 30'000 Franken mehr. Operativ gab es ein Plus von 260'000 Franken nach einem Verlust ein Jahr davor. Vor allem das Zins- und das Handelsergebnis legten deutlich zu, derweil das Kommissionsergebnis stagnierte.

Thurgauer Kantonalbank

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat das US-Steuerprogramm abgeschlossen, ohne eine Zahlung leisten zu müssen. Die TKB war in der Kategorie 3 des Programms. Sie hat nun vom amerikanischen Justizdepartement (DoJ) einen Non-Target Letter erhalten, womit das Programm abgeschlossen ist.

Walliser Kantonalbank

Das Staatsinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 sowohl ein leicht höheres operatives Ergebnis als auch etwas mehr Gewinn verzeichnet. Im wichtigen Zinsen-Geschäft stieg der Bruttoerfolg um 1,8 Prozent auf rund 80 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr erwartet die Kantonalbank weiterhin einen Gewinn auf der Höhe des Vorjahres.

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

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