Generikamarkt: Attraktiver Einstiegszeitpunkt

(Bild: Shutterstock)

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Generika sind die ökonomische Antwort auf steigende Gesundheitsausgaben in den Industrieländern und bieten einen direkten Zugang zum Wachstum in den Schwellenländern.

Die globale Generika-Branche befindet sich in einer ausgesprochen guten Verfassung. Wie in kaum einem anderen Industriezweig profitieren die Unternehmen von strukturellen Trends.

Und mit den Biosimilars steht der nächste Wachstumstreiber in den Startlöchern. Daraus resultieren geschätzte Wachstumsraten von jährlich 10 Prozent. Das Healthcare-Team von Bellevue Asset Management ist seit 2008 mittels einer Schweizer Fondslösung in diesem Markt investiert.

Steigende Gesundheitskosten

Nun hat Bellevue Asset Management unter der Leitung von Portfolio Manager Oliver Kubli einen Luxemburger Fonds lanciert – den BB Adamant Global Generics.

Die Gesundheitskosten steigen auf globaler Ebene kontinuierlich. Grund dafür ist vor allem die zunehmende Alterung der Bevölkerung verbunden mit einem steigenden Bedarf an medizinischer Leistung.

Günstige Nachahmer-Produkte

«Die Diskussion über die Medikamentenpreise begleitet uns seit Jahren. Jüngst hat die Präsident-schaftskandidatin Hillary Clinton diese als Wahlkampfthema in den USA neu lanciert. Ob eine Reform im US-Kongress durchkommt, ist aber ungewiss. Frühere Vorstösse sind alle gescheitert», sagt Kubli.

Nutzniesser dieser Entwicklung sind entweder innovative, hoch effiziente Medikamente oder günstigere Nachahmerprodukte, welche nach Ablauf des Patentschutzes des Originalpräparats auf den Markt kommen.

Ausbau in den Emerging Markets

Wachstumspotenzial ist auf der ganzen Welt zu finden. In den Ländern mit einem hohen Generikaanteil am Gesamtmarkt geht es vor allem um Volumenwachstum. Es gibt aber immer noch viele Länder, die eine unterdurchschnittliche Generika-Durchdringung aufweisen.

Japan liegt beispielsweise 15 bis 20 Jahre hinter der Entwicklung in den USA zurück. Des Weiteren wachsen Märkte wie China, Indien oder Indonesien zweistellig.

Komplexe Moleküle

Der Sektor ingesamt dürfte auch in den nächsten Jahren um über 10 Prozent wachsen. Nicht zuletzt weil grosse Patentabläufe anstehen. «Wir rechnen in den kommenden Jahren mit vielen Patentabläufen, vor allem bei schwieriger herstellbaren, komplexen Molekülen, wie bei inhalierbaren oder biologischen Medikamenten.

Zwischen 2014 und 2019 verlieren Originalmedikamente mit Umsätzen von über 200 Milliarden Dollar den Patentschutz«, sagt Kubli weiter.

Biosimilars – die nächste Generika-Generation

Mit den biologisch hergestellten Medikamenten ist bereits der nächste Wachstumsmotor vorhanden. Biosimilars, Kopien von biologischen Medikamenten, stellen eine zusätzlich attraktive Wachstumsperspektive dar.

Biotech-Medikamente in der Grössenordnung von 100 Milliarden Dollar Umsatz werden in den nächsten Jahren ihr Patent verlieren. Die regulatorischen Voraussetzungen sind nicht nur in Europa geschaffen, wo bereits ein Biosimilar des Antikörpers Remicade auf dem Markt ist, sondern auch in den USA gegeben. Dieses Segment wird Experten zufolge künftig von 2 Milliarden Dollar auf 20 bis 25 Milliarden Dollar steigen.

Bewertungen mit viel Luft nach oben

«Zurzeit sind die Bewertungen bei einer PEG-Ratio von 0.7 so tief wie selten zuvor und im Vergleich zur Pharmaindustrie sehr attraktiv», so Kubli. «Zudem beträgt das geschätzte Umsatzwachstum der Generikaindustrie für die nächsten Jahre über 10 Prozent pro Jahr, was dreimal so hoch ist wie im Pharmasektor», fügt er an.

Das BB Adamant Healthcare Team ist bereits seit 2008 über ein Schweizer Fondsprodukt im Generikamarkt aktiv. «Die Lancierung eines Luxemburger Pendants war angesichts der Wachstumsperspektiven des Sektors nur ein logischer Schritt. Nun können wir das Produkt auch auf paneuropäischer Ebene vertreiben», erklärt Cyrill Zimmermann, Leiter Healthcare-Fonds & Mandate, das neuste Produkt von Bellevue Asset Management.

Grosse Chancen im japanischen Markt

Der BB Adamant Global Generics soll ein möglichst «reiner» Generika-Fonds sein. So setzt Lead Portfolio Manager Oliver Kubli vor allem auf Firmen, bei denen Generika der wichtigste Umsatztreiber ist. Die Auswahl erfolgt fundamental und zieht das gesamte globale Investment-Universum mit ein. M&A ist nicht ein Hauptargument für eine Investition, gehört aber zur Entwicklung der Industrie und wird deshalb sehr genau beobachtet.

Auf Länderebene sieht Kubli grosse Chancen im japanischen Markt. Zu den grössten Positionen im Fonds zählt entsprechend der japanische Marktleader Sawai Pharmaceutical. Ebenfalls von kräftigem Wachstum geprägt ist der chinesische Markt, auch er wird dominiert von inländischen Anbietern.

Neue Generation an Botox-Medikamenten

Fast die Hälfte des Fondsvermögens entfällt auf die USA. In Europa finden sich relativ wenige Anlageopportunitäten. Ausnahmen sind die deutsche Stada sowie in der Schweiz die mehrheitlich als Zulieferer tätige Lonza.

Eines der Top-Investments ist Medytox. Das koreanische Unternehmen hat eine neue Generation an Botox-Medikamenten in der Pipeline. Lag der Einstiegspreis bei 25'000 koreanischen Won, notiert der Titel zurzeit bei rund 450'000 koreanischen Won.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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