Schweizer Dialog in Steuerfragen gefordert

Unter dem Schalgwort «Steuerwende» fordert ein nationales Forum eine verstärkte politische Diskussion rund um das Thema Steuerhinterziehung.

In diesem Jahr machte die Schweiz auf internationaler Ebene vor allem mit Themen wie Steuerhinterziehung, Bankgeheimnis und der Schwarzen Liste der OECD von sich reden. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung verspüren nun verschiedene linkspolitische Organisationen einen gewissen Tatendrang.

 

Die Erklärung von Bern, Attac sowie Denknetz propagieren nun die «Steuerwende». Sie fordern ein faires Verhalten der Schweiz gegenüber der Bevölkerung und den Regierungen anderer Länder. Diese Diskussion sei bisher ausgeblendet worden, argumentieren die Initianten.

Die Schweiz ermögliche, trotz Doppelbesteuerungsabkommen mit ausgewählten Ländern, noch immer die Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Darunter würde vor allem ärmere Länder leiden, mit denen es kein Steuerabkommen gebe.

Den Stein ins Rollen bringen

Vor diesem Hintergrund soll die «Steuerwende» zunächst einmal eine politische Debatte rund um die Rolle der Schweiz in Steuerfragen auslösen. Hierfür wurde ein Manifest mit Forderungen an den Staat erstellt. Dieses hat gemäss Initianten bereits breiten Anklang gefunden in Politik, Wirtschaft und Kultur gefunden.

Hundert Erstunterzeichner, mit Namen wie SP-Nationalrat Hans-Jörg Fehr oder Jakob Tanner, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Zürich, stellen sich hinter die «Steuerwende».

Nun wird das Forum auch für die Öffentlichkeit geöffnet. Auf der Steuerwende-Homepage sind alle Anliegen ausformuliert, und Interessierte können ihre Unterstützung kundtun. Ist die Debatte einmal lanciert, will das Forum seine Anliegen allenfalls auch in Form einer Initiative auf nationaler Ebene zur Abstimmung zu bringen, sagte Andreas Missbach von der Erklärung von Bern gegenüber finews.ch.

Proteste Vorprogrammiert

Dass die «Steuerwende» nicht überall auf offene Ohren stösst, ist absehbar. Besonders Vertretern aus der Wirtschaft wird dieses Anliegen ein Dorn im Auge sein. Der Standort Schweiz zeichnet sich mitunter durch seine günstige steuerliche Lage für internationale Konzerne aus. Sollte man diese Grundlage entfernen, sieht es düster aus für den Wirtschafts-Standort Schweiz.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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