Serie: Eine Vision für die Vermögensbetreuung

Graf Francis von Seilern-Aspang (links) und Prinz Michael von Liechtenstein

Graf Francis von Seilern-Aspang (links) und Prinz Michael von Liechtenstein

Dank Big Data lassen sich heute riesige Datenmengen auswerten und in der Folge verwerten. Diese Verwertbarkeit macht Daten zum vielbeschworenen «Gold der Zukunft». Dementsprechend werde dies Begehrlichkeiten wecken, schrieb Prinz Michael von Liechtenstein in seinem Essay «Vermögensschutz im dritten Jahrtausend», der die Serie unlängst eröffnete.

Prinz Michael 502

Die Finanzbranche sei am Beginn eines neuen Zeit-Zyklus’ angelangt, bei dem sich künstliche Intelligenz und menschliche Sorgfalt gegenüber stünden. Was in der Konsequenz dazu führen werde, dass der Schutz von Kunden- und Vermögensdaten eine noch gewichtigere Dimension erhalten müsse. Im Sinne der Wealth Preservation bedeute Vermögensschutz deshalb, auf allen Ebenen jene Risiken zu identifizieren, die mit dem technologischen Fortschritt einhergingen.

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Ziel der Vermögenserhaltung sei, in einer unsicheren Welt die Sicherheit für private Vermögen zu erhöhen, argumentierte Graf Francis von Seilern-Aspang in seinem Beitrag «Haben wir eine Wertekonfusion?». Dies setze allerdings voraus, dass man sich mit Werten befasse, da Werte wichtige Orientierungspfeiler für (finanzielle) Entscheidungen seien, so der Autor.

Graf Seilern Aspang 500

«Gerade die Finanzindustrie könnte mit einer Rückkehr zu traditionellen Werten nur gewinnen und den Beginn eines neuen Vertrauensverhältnisses einläuten», betonte Graf Francis von Seilern-Aspang. Denn nachhaltiger Erfolg beruhe nicht auf kurzfristigen Zahlen oder kreativen Lösungen, sondern auf einer klaren inneren Haltung, der wiederum einzigartige Werte zugrunde lägen.

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In einer Welt, die immer vernetzter werde, benötige es Expertise und Professionalität. Deshalb sollten gerade jene, die in der Vermögensbetreuung tätig seien, ein vitales Interesse daran haben, geopolitische Gegebenheiten und Ereignisse in dieser Welt zu verstehen, schrieb Prinzessin Therese von Liechtenstein in ihrem Essay «Faktor Geopolitik».

Prinzessin Therese 502

«Denn wie in einem Kriminalfall interessieren nicht primär der «Mord», sondern die Hintergründe, wie es zu einem Ereignis kommen kann. Hier setzt die Geopolitik an. Sie beleuchtet weltweit stattfindende geopolitische Ereignisse und stellt sie in einen Zusammenhang mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft», so Prinzessin Therese von Liechtenstein. Das Wissen über geopolitische Entwicklungen habe einen Einfluss auf die Vermögensbetreuung. Deshalb seien für jene, die Vermögen betreuen, die richtigen Antworten zu weltweit stattfindenden Entwicklungen zentral, betonte die Autorin.

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In der Finanzindustrie habe sich über die vergangenen Jahrzehnte eine Sprache entwickelt, die oft nicht vermuten lasse, dass man Menschen betreue, schrieb Susanna Gopp in ihrem Essay «Betreuen Sie noch Kunden oder schon Menschen?». «Die Sprache dreht sich überwiegend um Zahlen, Performance-Entwicklung, kreativ klingende Finanzinstrumente, Verträge oder Mandate; und um das Vermögen von so genannten Kunden», so die Autorin. Dabei gehe oft vergessen, dass man es letztlich mit realen Menschen zu tun habe. Nicht Zahlen oder Verträge würden das Kernstück der Wealth Preservation bilden, sondern Menschen und deren höchstpersönlichen Lebensumstände.

Susanna Gopp 500

Der Weg zu einem nachhaltigen Erfolg in der Finanzindustrie müsse zurück zu ideellen Werten führen. Werte wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber den Menschen, die hinter den verwalteten Vermögen stünden, folgerte Susanna Gopp in ihrem Essay «Betreuen Sie noch Kunden oder schon Menschen?».

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Marc Zahn stellte in seinem Essay «Wie privat ist unsere Privatsphäre noch?» fest, dass viele staatliche Institutionen der Bevölkerung weismachen wollten, dass das öffentliche Interesse höher zu gewichten sei als die Privatsphäre, wenn es darum gehe, den Terrorismus zu bekämpfen oder eine vermeintliche Steuergerechtigkeit zu erreichen – mit den entsprechenden Konsequenzen.

Marc Zahn 500

Gerade in der Wealth Preservation aber nehme die Privatsphäre eine wichtige Rolle ein. Denn die Wahrung ebendieser Privatsphäre biete den besten Schutz für Mensch und Vermögen vor allfälligen Übergriffen, so Marc Zahn und betonte: «Der bewusste und bedachte Umgang mit persönlichen Daten ist das effektivste Mittel zum Zweck.»

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Graf Francis von Seilern-Aspang stellte in der Serie abschliessend fest, dass viele Familienvermögen spätestens in der dritten Generation verloren gingen. Und auch, dass etliche Familienunternehmen zerbrächen, weil die Nachfolge- und Nachlassplanung zu spät oder gar nicht angegangen worden ist.

«Vielleicht sollte man damit beginnen, die Vermögens- und Nachlassplanung weniger als unliebsame Last und eher als ein Privileg zu betrachten. Ein Privileg, sich überhaupt Gedanken zur Zukunft machen und sie gestalten zu können», so Graf Francis von Seilern-Aspang in seinem Essay «So kommt man der Unsterblichkeit schon ziemlich nahe». Die Vermögens- und Nachlassplanung bilde ein zentrales Element in der Wealth Preservation.


 

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NEWS GANZ KURZ

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

Swisscard

Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

Die mächtige Rating-Agentur Fitch zieht der Schweizer Grossbank Punkte ab. Das Langzeit-Bonitäts-Rating senkt die Agentur dazu um eine Stufe auf A- von bislang A gesenkt. Der Ausblick wird auf «stabil» von «positiv» revidiert. Die Rating-Abstufungen begründet Fitch mit der Anfälligkeit des Geschäftsmodells der Bank gegenüber den gestiegenen Herausforderungen an den Kapitalmärkten.

Pensionskassen

Gemäss der Pensionskassen-Studie der ZKB-Tochter Swisscanto haben die Schweizer Vorsorge-Werke im Jahr 2015 trotz höherem Risiko weniger verdient. Demnach erzielten die Pensionskassen eine Performance von durchschnittlich 1,13 Prozent (Vorjahr: 7,31 Prozent). Somit verfehlten sie nicht nur die durchschnittlich angestrebte Zielrendite von 3,9 Prozent, sondern auch die Mindestzins-Vorgabe von 1,75 Prozent deutlich. Dies trotz einer Zunahme der risikobehafteten Anlagen.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank lanciert das Login per Fingerabdruck in die GLKB Mobile Banking App. Die Sicherheit mit dem neuen Login-Verfahren bleibt laut Mitteilung unverändert hoch.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich mit 9 Prozent am Aktienkapital der Swiss Bankers Prepaid Services (SBPS). Postfinance arbeitet bereits seit Jahren mit der Dienstleisterin im Bereich Reisezahlungsmittel zusammen. Im Zuge des Engagements wurde Nicole Walker, Leiterin Produktmanagement Zahlungslösungen bei der Post-Tochter, in den Verwaltungsrat der SBPS gewählt.

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer weist im BVG-Geschäft eine Auschüttungs-Quote von 92,9 Prozent aus. Die Prämien in der Kollektivversicherung stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent auf 8,69 Milliarden Franken. Um die Leistungsversprechen langfristig zu sichern, wurden zusätzliche technische Rückstellungen von 939 Millionen Franken gebildet.

Helvetia

Die Helvetia ist in der Schweiz in der beruflichen Vorsorge 2015 mit den periodischen Prämien gewachsen, hat aber bei den Einmaleinlagen zurückhaltend neues Geschäft gezeichnet. Total ging das Prämienvolumen um 4,1 Prozent auf 2,55 Milliarden Franken zurück.

Axa Winterthur

Die Axa Winterthur hat 2015 in der Beruflichen Vorsorge (BVG) den Gewinn leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis aus dem der Mindestquote unterstellten Geschäft nahm um 10 Millionen Franken auf 221 Millionen Franken zu. Dagegen gingen die gesamten Prämieneinnahmen aufgrund weniger Neuabschlüsse in der Vollversicherung zurück.

Luzerner KB

An der Generalversammlung der Luzerner Kantonalbank haben die Aktionäre der beantragten Ausschüttung von 11 Franken via Nennwertrückzahlung zugestimmt. Sie wählten Andreas Emmenegger neu in den Verwaltungsrat. Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 15 Jahren wurde Christoph Lengwiler aus dem Gremium verabschiedet.

Valiant

Die Aktionäre der Valiant Bank haben der Erhöhung der Dividende auf 3,60 Franken zugestimmt und den Zuger Othmar Stöckli in den Verwaltungsrat gewählt. Er ersetzt Franz Zeder, der nach 14 Jahren aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Postfinance

Die Post-Tochter hat ihr Online-Trading-Angebot überarbeitet. Via die neue Benutzeroberfläche können Kunden in Echtzeit an den wichtigsten Börsenplätzen der Schweiz, Europas und Nordamerikas selbstständig Aktien, Obligationen, Fonds, ETFs und Derivate handeln, wie es hiess. Entwickelt wurde die neue Plattform von der Postfinance-Partnerin Swissquote.

Zurich

Der Versicherer Zurich Insurance hat eine nachrangige Anleihe in Höhe von 750 Millionen Euro platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis Oktober 2046 und ist erstmals im Oktober 2026 kündbar. Die Transaktion richtet sich gemäss der Mitteilung an Investoren in Europa.

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