Manager können nicht mit Geld umgehen

(Bild: Shutterstock)

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Was machen Manager mit freiem Cashflow? Sie geben es aus – meist unsinnig. Das Nachsehen haben die Aktionäre. Dabei ginge es auch anders, wie eine Studie zeigt.

Keine Woche ohne grössere Übernahme. Tatsächlich ist der Aktivismus vieler Top-Manager enorm, aber oftmals kaum im Sinne der Aktionäre. Denn nicht wenige Fusionen und Übernahmen generieren wenig bis gar keinen Mehrwert. Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es nicht eine bessere Verwendung für das Geld gäbe, das manche Firmen besitzen.

Dieser Thematik nahm sich der in Zürich und Bern ansässige Vermögensverwalter Quantex an und produzierte eine Studie. Das Fazit gleich vorweg: Je weniger, desto besser. Oder etwas präziser formuliert: Im langfristigen Vergleich liefern diejenigen Aktien die besten Gesamtrenditen für den Investor, aus denen im Verhältnis zum Unternehmens möglichst viel Geld an die Kapitalgeber abfliesst.

Viele Manager haben Angst

Dass dies nicht häufiger geschieht, hängt damit zusammen, dass viele Manager fürchten, als ideenlos dazustehen, sobald sie «nur» Geld ausschütten. Aus dieser Argumentation heraus erklärt sich denn auch, warum sich viele Unternehmenschefs zu einem übermässigen Aktivismus verleiten lassen, der auf die Dauer nicht viel bringt. Viele Akquisitionen erfolgen ausserdem meist zum falschen Zeitpunkt, nämlich auf der Spitze eines zyklischen Aufschwungs.

Die Autoren der Studie kommen nun zum Schluss, dass sich nicht nur Geldrückzahlungen an die Eigentümer positiv auf die Performance der Aktie auswirken, sondern auch die Bedienung von Schuldnern. Diese These untermauern die Autoren mit Hilfe ihres im Jahr 2008 aufgelegten Quantex Global Value Fund. Die Fondsmanager setzen dabei auf Unternehmen, die zunächst einmal überhaupt einen Free Cashflow generieren.

Auf intelligente Art und Weise

Darüber hinaus braucht es eine Firmengeschichte, die nicht von unzähligen Übernahmen, sondern von organischem Wachstum geprägt ist und womit das Management bewiesen hat, dass es überschüssiges Kapital den Schuldnern und den Aktionären in einer intelligenten Art und Weise übergibt. Last but not least muss aus Sicht der Quantex-Leute eine Firma sehr günstig bewertet sein.

Seit Juli 2008 hat der Fonds nach allen Kostne den MSCI World Index um 20,9 Prozent hinter sich gelassen und über die vergangenen fünf Jahre gar um 41,5 Prozent. Aus Sicht der Finanzbranche ist dieses Resultat insofern beachtlich, da der Fons zahlreiche Finanztitel enthält.

Interessante Finanzwerte

Der Banksektor macht einen Anteil von 21,3 Prozent am Fonds aus, Finanzdienstleistungen weitere 16,8 Prozent. Ein Blick auf die grössten Positionen zeigt, dass da einige Finanzwerte figurieren, namentlich:

  • Aberdeen Asset Management
  • Plus500
  • Bank of Cyprus
  • Capital One Financial
  • Banco Popular
  • Goldman Sachs

Im weitesten Sinn auch ein Finanztitel sind die Aktien der Warschauer Börse, in welcher der Fonds ebenfalls investiert ist. Mit anderen Worten: Die bei vielen Anlegern seit der Finanzkrise in Ungnade gefallenen Finanzwerte lassen sich nicht alle über einen Kamm scheren.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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