Oddo-Meriten-Gruppe mischt Schweizer Asset-Management-Markt auf

Julie Van Campenhoudt, Oddo Meriten Asset Management

Julie Van Campenhoudt, Oddo Meriten Asset Management

Die französische Oddo Meriten Asset Management ist seit fast zehn Jahren auf dem Schweizer Markt tätig. Nun baut das Unternehmen personell aus und legt für mehrere Produkte Anteile in Franken auf.

Julie Van Campenhoudt, die in Genf tätig ist, wird für den Ausbau des Marketings und die Unterstützung des Vertriebs der Fondspaletten verantwortlich sein, wie Oddo Meriten Asset Management am Montag bekanntgab. Sie rapportiert dabei an Bertrand Levavasseur, Country Head Switzerland und international Verantwortlicher.

Als Ergänzung seines bisherigen Angebots, das auf Aktien von europäischen Firmen mit mittlerer Marktkapitalisierung, Wandelanleihen und Anleihefonds mit festem Ablaufdatum spezialisiert war, bietet Oddo Meriten AM jetzt auch erstklassige Anleihestrategien, wie es weiter heisst.

Schweiz sehr wichtig

Zudem will das Unternehmen in den nächsten Monaten auch Anteile in Franken bei diversen Flaggschiff-Fonds anbieten. Lorenzo Gazzoletti, Deputy CEO Oddo Meriten Asset Management, erklärte dazu: «Die Schweiz ist einer unserer wichtigsten Märkte neben Frankreich und Deutschland. Das Know-how von Julie Van Campenhoudt und ihre Kenntnis der Schweizer Kunden und insbesondere derjenigen aus der französischen Schweiz werden uns bei unserer weiteren Entwicklung einen entscheidenden Schritt voranbringen.»

Bevor Van Campenhoudt zur Oddo Meriten Asset Management Gruppe stiess, war sie neun Jahre lang im Bereich Institutional Equity Sales tätig, zunächst bei Cheuvreux (Madrid), dann bei Fidentiis Equities (Madrid) und in den letzten vier Jahren bei Helvea (Baader Bank Group) in Genf.

Erfahrung als Business Developer

Sie war für Schweizer, französische und spanische Kunden verantwortlich. Van Campenhoudt begann ihre berufliche Laufbahn 2003 bei der EuroSugar Ibérica Gruppe als Business Developer für eine französische Zuckermarke auf dem spanischen Markt. Sie hat 2003 einen Hochschulabschluss in Handels- und Finanzwissenschaften vom Institut Catholique des Hautes Études Commerciales (ICHEC) in Brüssel.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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