Die Einflüsterer bauen ihren Einfluss auf die Firmenchefs aus

(Bild: Shutterstock)

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Die meisten Kommunikationschefs in Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre Macht markant ausgebaut. In ihrer Funktionen nehmen sie immer mehr Einfluss auf das Verhalten des CEO.

Dies zeigen erste Ergebnisse einer umfassenden Erhebung bei führenden Chief Communications Officer (CCO). Die Resultate sind eine Weiterentwicklung des «CCO Compass», den der HarbourClub vor eineinhalb Jahren in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut gfs.bern lanciert hat. Entstanden ist eine Standortbestimmung über den Wertbeitrag und das Kommunikationsverständnis von CCO in der Schweiz.

Nicht weniger als 83 Prozent der CCO gaben dabei an, mehr persönlichen Einfluss auf die Reputationskommunikation zu haben als noch vor drei Jahren. Kein einziges Mitglied verlor nach eigener Einschätzung an Einfluss.

Vertrauen wird zum Erfolgsfaktor

Dies wiederspiegelt gemäss weiteren Angaben die stetig wachsende Bedeutung der Kommunikation auf Strategie, Marken, Produkte, Wahrnehmung und Kultur im Zeitalter der digitalen Umwälzungen an allen Fronten.

Die Studie zeigt auch: Das Vertrauen der Geschäftsführer und Konzernchefs in ihre Kommunikationslenker wird zum Erfolgsfaktor. Nicht nur der persönliche Einfluss der CCO hat zugenommen; die Umfrage zeigt ebenso, dass 93 Prozent die kommunikative Beratungstätigkeit über das Top-Management hinaus auch für andere Bereiche des Unternehmens «teilweise» oder «voll und ganz» erbringen.

Grosse Anpassungen noch notwendig

In der ganzen Digitalisierung sehen 40 Prozent der CCO in der Schweiz klar mehr Opportunitäten und geben auf der Skala von 1 bis 10 eine glatte 10. Der Durchschnittswert liegt bei hohen 8,6 Punkten, wie es weiter heisst.

Obschon die Chancen der Digitalisierung erkannt sind, scheinen sich die Unternehmen aber noch nicht an die neuen kommunikativen Anforderung angepasst zu haben. Lediglich 20 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Dialogstrategie zur Bewältigung der veränderten Kommunikation durch die Digitalisierung. Immerhin 40 Prozent haben die Zeichen der Zeit erkannt und «arbeiten daran«. Immer noch 30 Prozent verfügen über keine Dialogstrategie.

Kampf um Aufmerksamkeit

Der Kampf um Aufmerksamkeit hat mit den zusätzlichen Kommunikationskanälen zugenommen; 58 Prozent der Kommunikationschefs investieren heute «deutlich mehr» in die Visualisierung, Emotionalisierung und Vereinfachung von Inhalten.

Weitere Ergebnisse aus dem «CCO Compass» des HarbourClub werden im Laufe dieses Jahres veröffentlicht.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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