Die Faszination verschwundener Marken

Eine Umfrage hat jene Banken erforscht, die am meisten vermisst werden. Erstaunlich: Viele verschwundene Marken befinden sich in Schweizer Hand.

Der Umfrage-Reigen aufs Jahresende hin geht weiter. Dabei soll es nicht nur um die besten Banken und Banker gehen, sondern offenbar auch um sentimentale Dinge. Nämlich um jene Banken, die man heute in der Branche am meisten vermisst.

Dieser Frage ging das Londoner Brancheportal «HereIsTheCity» nach. Das Resultat ist insofern erstaunlich, da viele genannten Finanzinstitute ausgereichnet von Schweizer Banken geschluckt wurden. Allen voran Donaldson, Lufkin & Jenrette, kurz DLJ genannt; eine Investmentbanking, welche die Credit Suisse im Hochsommer des Jahres 2000 für annähernd 18 Milliarden Franken kaufte.

Objekte schweizerischer Begierde

DLJ rangiert auf Platz 2 der am meisten vermissten Banken; gefolgt von Dillon Read, ebenfalls ein Objekt schweizerischer Begierde, das seinerzeit vom Bankverein geschluckt wurde.

DLJ2

Der Name Dillon Read (Capital Management) tauchte übrigens ein letztes Mal in einem Anlagevehikel der UBS auf, das man dem Investmentbanker John Costas bereit gestellt hatte, um seine High-Risk-Deals im amerikanischen Finanzuniversum zu tätigen. Der Rest ist Geschichte. DRCM war mit ein Grund, dass die UBS in ihre grösste Krise schlitterte.

Warburg_Dillon_Read

Wo bleibt die UBS?

Tatsächlich erinnert diese Liste verblichener Marken an eine Reihe viel gepriesener Übernahmen, die sich am Ende nie ausbezahlt haben, wie etwa der Kauf des US-Brokers PaineWebber oder der Londoner Bank Philips & Drew durch die UBS respektive die Bankgesellschaft.

Neckisch schliesslich, dass auch die Swiss Bank Corporation (Schweizerischer Bankverein) in diesem Ranking figuriert, nicht aber die Union Bank of Switzerland, wie die Schweizerische Bankgesellschaft einst noch hiess.

Die am meisten vermissten Unternehmen:

  • 1. Bear Stearns
  • 2. Donaldson, Lufkin & Jenrette
  • 3. Dillon Read
  • 4. Lehman Brothers
  • 5. A G Edwards
  • 6. Saloman Brothers
  • 7. Dresdner Kleinwort Wasserstein
  • 8. Drexel Burnham Lambert
  • 9. ABN AMRO
  • 10. Merrill Lynch
  • 11. Ackroyd & Smithers
  • 12. Bankers Trust
  • 13. Prudential Bache
  • 14. Kidder Peabody
  • 15. SG Warburg
  • 16. Swiss Bank Corporation
  • 17. Wachovia
  • 18. Chemical Bank
  • 19. Philips & Drew
  • 20. Morgan Grenfell & Co
  • 21. Greenwich NatWest
  • 22. Grieveson Grant
  • 23. Barings
  • 24. Dean Witter
  • 25. (Credit Suisse) First Boston
  • 26. Smith Barney
  • 27. Hill Samuel
  • 28. PaineWebber
  • 29. Yamachi Securities
  • 30. First National Bank of Boston

 

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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