Systemrisiko: Vier Schweizer Konzerne dabei

Gemäss Financial Stability Board sollen die Credit Suisse, UBS, Swiss Re und der Zürich-Konzern grenzüberschreitend kontrolliert werden.

Als Folge der Krise will das Financial Stability Board systemrelevante Unternehmen so regulieren, dass diese bei künftigen Krisen nicht Gefahr laufen, die ganze Welt mit in den Abgrund zu reissen.

Auf der neuen Liste befinden sich neben 24 Banken auch sechs Versicherer. Versicherungen sind systemrelevant, weil sie erstens über ein starkes Kreditwesen verfügen und zweitens, wie beispielsweise die Swiss Re, ein starkes Geschäft mit Finanzsteuerung unterhalten. Der Fall der AIG habe gezeigt, dass sich eine klassische Versicherung durch Diversifikation in ein komplexes Finanzkonglomerat verwandeln kann.

Forderungen an die Betroffenen

Obwohl die Liste nicht publik gemacht wurde, hat sie «Financial Times» veröffentlicht. Neben den beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse sind auch die zwei Versicherungen Zurich und Swiss Re darauf zu finden.

Gemäss weiteren Angabensoll eine spezielle Einsatzgruppe jeweils mit den nationalen Regulatoren für eine internationale Abstimmung sorgen. Multinationale Unternehmen sollen so besser überwacht werden können. Zudem wird von den systemrelevanten Finanzinstituten ein «Notfall-Testament» erwartet.

Dieses soll für den Katastrophen-Fall ein Szenario für die Aufteilung des Instituts beinhalten. Ein solches soll innert des nächsten halben Jahres erstellt werden.

Diese Forderung ist nicht überall auf Begeisterung gestossen. Es sei beinahe unmöglich in der komplexen Bankenstruktur einen Notfallplan zu erstellen, wenn man noch gar nicht wisse, wie eine künftige Krise sich auswirken werde, argumentiert die «Financial Times».

Folgende Unternehmen sind auf der Liste des Financial Stability Boards:

Kontinentaleuropäische Banken:

  • UBS
  • Credit Suisse
  • Societe General
  • BNP Paribas
  • Santander
  • BBVA
  • Unicredit
  • Banca Intesa
  • Deutsche Bank
  • ING

Nordamerikanische Banken:

  • Goldman Sachs
  • JP Morgan Chase
  • Morgan Stanley
  • Bank of America-Merrill Lynch
  • Royal Bank of Canada

Britische Banken:

  • HSBC
  • Barclays
  • Royal Bank of Scotland
  • Standard Chartered

Japanische Banken:

  • Mizuho
  • Sumitomo Mitsui
  • Nomura
  • Mitsubishi UFJ

Versicherungen:

  • AXA
  • Aegon
  • Allianz
  • Aviva
  • Zurich
  • Swiss Re

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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