13 Fakten zu Apple Pay in der Schweiz

Apple Pay

Dass Apple Pay in der Schweiz bald benutzbar ist, liess sich auf finews.ch exklusiv lesen. Doch viele Fragen zum mobilen Bezahldienst sind noch offen. Hier wird Klarheit geschaffen.

Das «Macprime»-Magazin hat die drängendsten Fragen zu Apple Pay aufgenommen und beantwortet.

1. Wann ist der Start?

Auf der Internetseite von Apple steht bloss: «Kommt bald.» Es hiess auch schon: «Kommt in den nächsten Monaten.» Vermutlich diesen Sommer noch. Das Vorhaben war jedenfalls an der Apple WWDC Keynote diesen Juni verkündet worden



2. Auf welchen Geräten funktioniert's?

Für das Bezahlen in Geschäften braucht es ein Gerät mit NFC-Chip. Bei Apple haben dies die Apple Watch, das iPhone SE, das iPhone 6, das iPhone 6 Plus, das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus.

In Apps kann der Dienst auch mit iPad Pro, iPad Air 2, iPad mini 4 und iPad mini 3 genutzt werden. Auch am Mac kann der Dienst ab Herbst genutzt werden, mit dem Dienst «Apple Pay on the Web».

3. Welche Kreditkarten funktionieren?

Vorerst nur Mastercard- oder Visa-Karten von der Cornèr Bank, von Bonus Card und von Swiss Bankers.

4. Wo können die Karten genutzt werden?

An allen Kassen, an denen «kontaktloses» Bezahlen mit der Kreditkarte auch heute schon möglich ist.

5. Wo werden die Kreditkarten verwaltet?

Die «Passbook»-App heisst neu «Wallet» – diese sammelt alle möglichen Arten von Karten – auch die von Apple Pay genutzten Kreditkarten. Mittels Sicherheitscode lässt sich die iTunes-Kreditkarte in «Wallet» aktivieren.

6. Coop, Migros und Co. setzen auf den Schweizer Bezahldienst Twint. Kann man dort Apple Pay auch nutzen?
Kontaktlos
Ja, sofern die Bezahlterminals «kontaktloses» Bezahlen ermöglichen. Apple hat auf seiner Website nur Grossverteiler und Shops aufgelistet, welche vermutlich spezielle Marketing-Partnerschaften eingegangen sind.

7. Braucht die Nutzung von Apple Pay eine Internetverbindung?

Nein. NFC ist sogar im Flugmodus verfügbar.

8. In welchen Ländern ist Apple Pay sonst noch verfügbar?

Apple hat den Dienst im Herbst 2014 zunächst in den USA lanciert. Inzwischen ist er auch in Grossbritannien, Kanada, Australien, China und Singapur aktiv. Neben der Schweiz startet Apple Pay in den kommenden Monaten auch in Frankreich und Hongkong.

9. Kann man auch Online einkaufen?

Das hängt von den Online-Geschäften ab. Apple Pay lässt sich als Zahlungsmöglichkeit integrieren, doch muss dies der jeweilige Web-Entwickler selber machen. Auch in Dritt-Apps funktioniert der Dienst. Allerdings sind auch hier die jeweiligen App-Entwickler gefragt, den Bezahldienst zu integrieren.

10. Wie steht es mit Geld abheben am Bankomaten?

In den USA ist dies an bestimmten Automaten seit kurzem möglich. Die Bank of America hat einige ihrer Bankomaten mit NFC ausgerüstet. Geld kann aber nur mit der von der Bank ausgestellten Karte abgehoben werden, die bei Apple Pay hinterlegt ist.

11. Mit Twint lässt sich Geld von Nutzer zu Nutzern überweisen. Mit Apple Pay auch?

Nein. Gerüchteweise will Apple dies aber bald zusätzlich anbieten.

12. Kontaktloses Zahlen ist doch auch mit der NFC-Kreditkarte möglich — warum also die ganze Aufregung um Apple Pay?

Weil Apple Pay alles auf einem Gerät vereint. Das Smartphone zu zücken ist wohl einiges praktischer, als jeweils die richtige Kreditkarte zu suchen. Manche haben auch die Apple Watch am Handgelenk – das geht noch einfacher.

Und ganz wichtig: Apple Pay ist sicherer, denn die Kartennummer wird nie auf dem Gerät gespeichert. Jeder eingelesenen Kreditkarte wird verschlüsselte Accountnummer zugewiesen. Diese ist auf einem Chip abgespeichert, auf dem auch die Informationen des Fingerabdruckes sind.
Geht das Smartphone verloren, lässt sich Apple Pay über die iCloud sperren.

Zudem: Mit Apple Pay lässt sich einkaufen, ohne persönliche Daten preiszugeben. Weder Händler noch Apple Pay erhalten Details zu Transaktionen.

13. Und wie geht das jetzt in der Praxis?

In den USA wurde Apple Pay beim Start vor zwei Jahren ausgiebig getestet. Hier ein Video:

Es reicht, das iPhone in die Nähe des Terminals zu halten. Die Erkennung läuft automatisch über die NFC-Antenne. Zur Authentifizierung muss einfach der entsprechende Finger auf den «Touch ID»-Sensor gehalten werden. Bei der Apple Watch muss die Seitentaste zwei Mal drücken und die Uhr an das Terminal halten.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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