Gold auf höchstem Stand seit drei Jahren

(Bild: Shutterstock)

Nach der Entscheidung der Briten, aus der EU auszutreten, hat Gold, gemessen in sämtlichen Währungen ausser im japanischen Yen, einen Sprung auf den höchsten Stand seit Jahren gemacht.

Gold, gemessen in Dollar, machte einen Sprung von mehr als 100 Dollar über das Zwei-Jahreshoch hinaus von 1'315 Dollar je Feinunze. Im Vergleich zu diesem 22-prozentigen Sprung kletterte Silber um 20 Prozent nach oben und erreichte ein zweieinhalbjähriges Hoch von 18,32 Dollar je Feinunze.

Und Gold, gemessen in der Einheitswährung Euro, erzielte sogar einen Drei-Jahresrekord von mehr als 1'200 Euro, erklärte Steffen Groshauser vom Londoner Edelmetall-Händler Bullion Vault. Am Montagmorgen notierte die Unze 1'326 Dollar.

Grössere Schwankungen erwartet

Nachdem Gold, gemessen in Pfund, am vergangenen Donnerstag noch von dem in der letzten Woche erreichten Drei-Jahreshoch um 10 Prozent eingebrochen war, stieg es einen Tag später um 22 Prozent auf 1'019 Pfund je Feinunze – der stärkste jemals aufgezeichnete Anstieg des Goldpreises in Pfund.

«Wir müssen uns auf möglicherweise weitaus grössere Schwankungen an den Finanzmärkten einstellen als diejenigen, die wir seit der Finanzkrise von 2008 und 2009 erlebt haben», erklärt der Fondsmanager Edward Bonham Carter, Vice-Chairman der britischen Jupiter Fund Management Group.

Notenbanken handeln

Nachdem die Bank of England bereits 250 Milliarden Pfund an sofortiger Liquidität zur Unterstützung der britischen Banken und Märkte anbot, bestätigte auch die Schweizerische Nationalbank, dass sie nachts in den Devisenmarkt eingriff, um durch den Verkauf von Franken die eigene Währung niedrig zu halten.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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