«Was bringt uns die Zukunft?»

Nach der Finanzkrise bricht für die Weltwirtschaft eine Phase geringen Wachstums an, sagt Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth.

Jean_Pierre_Roth«In den Industrieländern wird die Arbeitslosigkeit verhältnismässig hoch sein. Zudem müssen sie ihre öffentlichen Finanzen konsolidieren, die durch die Krise und die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung in Schieflage geraten sind», sagte Jean-Pierre Roth, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank vor dem Centro die Studi Bancari inVezia.

In monetärer Hinsicht bleibe die Teuerung unter Kontrolle, zumindest in denjenigen Ländern, deren Zentralbank über eine ausreichende Unabhängigkeit verfügt, so Jean-Pierre Roth weiter.

Bedeutende Finanzressourcen

«Die Schweiz ist verhältnismässig gut auf diese Herausforderungen vorbereitet. Sie verfügt über gesunde öffentliche Finanzen und über die nötige Offenheit, die es ihr erlaubt, sich auf den dynamischsten Weltmärkten positionieren. Mit ihrer Tradition hoher Qualität und Technologie kann sie auf die spezifischen Nachfragebedürfnisse reagieren. Zudem verfügt sie über bedeutende Finanzressourcen und – durch die Offenheit des Arbeitsmarktes – über einen leichten Zugang zu Arbeitskräften, ohne den ein Wachstum nicht möglich wäre. Die einzig schlechte Karte der Schweiz ist ihr geringes geopolitisches Gewicht, das es ihr kaum erlaubt, sich gegenüber protektionistischen Tendenzen und diskriminatorischen Massnahmen grosser Länder zur Wehr zu setzen», so der Redetext.

Plädoyer für den Freihandel

«Der Staat muss sich deshalb nachdrücklich für den Freihandel einsetzen; er muss aber auch für bestmögliche Rahmenbedingungen für den Privatsektor sorgen, so dass sich dieser optimal entwickeln kann. Letztlich hängt unser künftiger Wohlstand von der Dynamik des Privatsektors, nicht von staatlichen Interventionen, ab», sagte Jean Pierre Roth.

Lesen Sie die vollständige Rede (in französischer Sprache) auf diesem Link.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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