Ein Blick auf heute aus der Sicht in 20 Jahren

Im Jahr 2030 und wie es dazu kam: ein «nicht ganz Ernst zu nehmender, aber amüsanter» vorausschauender Rückblick von Anton Keller.

Anton Keller ist Sekretär der Schweizer Investorenschutz-Vereinigung mit Sitz in Genf.

Aus der Sicht des Jahres 2030 erwiesen sich folgende Ereignisse und Entwicklungen als «wegweisend»:

2009: Konrad Hummler von der ältesten Schweizer Privatbank Wegelin, und der NZZ-Kolumnist Beat Kappeler bliesen zum Rückzug aus dem US-Markt. Strukturierte Steaks und Finanzprodukte verloren Marktakzeptanz.

2010: Die helvetische Titanic UBS wurde noch rechtzeitig abgebremst, zurückgestutzt, und neu als Genossenschaft vorrangig auf die Bedürfnisse der in- und ausländischen Privatkunden und KMU ausgerichtet.

2010: Die Credit Suisse zog sich ebenfalls aus dem US-Markt zurück; verstärkte dagegen ihr Netz in Russland.

2010: Wiederbelebung des russisch-schweizerischen Handels- und Niederlassungsvertrags von 1872.

2010: Roman Polanski - wie vormals Marc Rich - wurde nicht an die USA ausgeliefert. Motion Lex Helvetica wurde überwiesen. Die illegal erlangten Bankinformationen wurden rechtlich sterilisiert, der fremden Hehlerei von Staates wegen so ein Riegel geschoben. All dies erneuerte das Vertrauen in die Schweiz und ihrer Institute.

2010: Das Goldkartell brach auseinander, was eine tiefgreifende, die Weltwirtschaft erschütternde Währungskrise, Hungersnöte und Chaos auslöste, und zu grundlegenden gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen führte; Pensionskassen bekamen Casino-Verbot; strikte Trennung von Realwirtschaft und Casino.

2010: Der Internationale Währungsfond IMF präsentierte sein Alternativmodell zum diskreditierten amerikanischen QI-System, womit es gelang, zugunsten der realen Wirtschaft einen hilfreichen Teil der in die Parallelwirtschaft abgedrängten Gelder, nämlich jährlich mehr als 500 Milliarden Euro, zurückzugewinnen.

2010: 190‘000 Unterschriften zur Bankgeheimnis-Initiative eingereicht; Gegenvorschlag beschlossen.

2010: Suspendierung aller DBA-Zusatzabkommen bis zur Volksabstimmung über die Unterstellung des Eigentums unter den verfassungsmässigen Schutz der Privatsphäre.

2011: Weltweit massiv überwiegend positive Reaktionen auf Schweizer Initiative re Privatsphärenschutz für Eigentum; ähnlich Minarett-Initiative welche als Auslöser des Dammbruchs zugunsten eines modernen Kreuzzugs zur Befreiung von Jerusalem schliesslich zu einer christlich-muslimischen Allianz führte.

2012: Nationale Referenden in F, GB, I, NL, PL über die Fortführung der Mitgliedschaft in der EU; britisches Referendum über den Beitritt zu den Vereinigten Staaten.

2015: Volk lehnte die Ratifikation des schon allzu lange verdeckt praktizierten Status der Schweiz als 54. Staat der USA ab, befürwortete aber volle Einbindung in die ihrem Modell nachgebaute Europäische Konfoederation als real-demokratische EU-Nachfolgerin; Rückanbindung des Schweizer Frankens und des Rubels an Gold; Schweiz wird internationale Gold- und Handelsplattform insbesondere für Russland, China und Südafrika.

2015: Ersatz der Tiger und F/A-18 Kampfjets mit russischen Sukhoi SU-35 und israelischen Drohnen.

2015: Landwirte mutierten en masse zu Wasserwirten. Reaktivierung der grossen Freizone um Genf.

2020: Genf wurde Hauptstadt der Europäischen Konfoederation. Einweihung des Internet Weltarchivs in Genf.

2025: Einweihung der Eurometro-Startstrecke Lyon-Satolas-Annecy-Genf Cointrin-Nyon-Thonon-Evian-Lausanne

2030: UNO wurde von der Organisation für Regionen und einheimische Völker abgelöst.

 

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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