Finanzbranche im Wandel: Lösungsansätze für Bankchefs

Das Bankwesen im Wandel

Das Bankwesen befindet sich durch die digitale Revolution in einer Phase des Umbruchs und der Neuerung. Das äussert sich unter anderem in der zunehmenden Nutzung des Online-Banking. Bild: mkoenenv (fotolia.com, #85959708)

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Bereiche des Lebens. Auch das Bankwesen ist durch die digitale Revolution in einer Phase des Umbruchs und der Neuerung. Das bringt zwar einige Chancen mit sich, birgt aber auch viele Herausforderungen für Leiter oder Inhaber von Geldinstituten. Diese müssen sich an die neue Situation anpassen. Hierfür gibt es ein paar mögliche Lösungsansätze.

Dieser Artikel stellt vor, wie sich die Digitalisierung im Bankwesen manifestiert, welche Herausforderungen daraus resultieren und wie Leiter von Geldinstituten damit umgehen können.

Digitale Revolution: Wie sich Banken durch die Digitalisierung verändern

Entstehung von Online-Banking und aktuelle Trends

1968 wurde der erste Bankomat der Schweiz eingeweiht – ein erster Meilenstein der Digitalisierung des Bankgeschäfts. Internet-Banking gibt es ebenfalls bereits seit den frühen 1980er Jahren. Doch bis zum Online-Banking, wie wir es heute kennen, war es ein langer Weg. So entwickelte es sich nicht nur vom Telebanking zum Mobile-Banking: War es früher wegen der Kosten nur wenigen Firmen oder vermögenden Privatpersonen zugänglich, so nutzen heute über 50 Millionen Menschen das Online-Banking.

Seither haben sich immer wieder neue Trends im Bereich des Online-Banking entwickelt. Konten lassen sich (wenn auch noch nicht in der Schweiz) inzwischen online eröffnen, Geld wird online investiert, abgehoben und transferiert. Auch Kreditgeschäfte laufen zunehmend über das Internet. Am Schalter werden dagegen immer weniger Geldgeschäfte abgewickelt. Derzeit gewinnen ausserdem weitere Trends immer mehr an Bedeutung.

  • Mobile Pay: Bei diesem Trend wird das Smartphone zum Portemonnaie. Derzeit werden die meisten Bezahlungen zwar noch mit Bargeld durchgeführt, aufgrund der vielen Vorteile des digitalen Geldes wird sich Mobile Pay jedoch immer mehr durchsetzen.
  • Community Banking: Ein ebenfalls neu entstehendes Geschäftsmodell ist das Community Banking, bei dem Social Networks für die Kundenkommunikation genutzt werden.
  • Foto-Überweisung: Bei manchen Geldhäusern ist es inzwischen möglich, eine Foto-Überweisung durchzuführen. Hierfür müssen Kunden mithilfe einer App eine Rechnung abfotografieren und können so einen Überweisungsträger erstellen. Die Überweisungsdaten werden dabei einfach aufgezeichnet.

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des Online-Banking, die diesen Trends vorausgegangen sind.

Die Geschichte des Online-Banking

Quellen: Wirtschaft und Finanzen; Blog HSLU

Auswirkungen auf die Personalpolitik

Die Digitalisierung und die aktuellen Trends im Internet-Banking haben einen grossen Einfluss auf die Personalpolitik im Bankwesen. Da die Bankgeschäfte zunehmend über das Internet abgewickelt werden, schrumpft der Personalbedarf. Immer mehr Geldinstitute wie die ZKB, UBS oder Credit Suisse reagieren darauf, indem sie ihr Filialnetz kräftig ausdünnen oder Standorte schliessen, weitere Schliessungen drohen. Dadurch kommt es auch zum Personalabbau. Hinzu kommt eine Veränderung der erwarteten Schlüsselqualifikationen von Bankern: Gebraucht werden immer mehr Finanz-Spezialisten, die auch über IT-Kenntnisse verfügen.

Ein Beispiel für die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Personalpolitik ist die sogenannte «Smart branch»: So bietet Raiffeisen bereits einige «intelligente» Bankfilialen an, bei denen Kunden von virtuellen Beratern auf einem lebensgrossen Bildschirm empfangen werden. Das Potenzial für Kleinstfilialen besteht insbesondere in grösseren Überlebenschancen.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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