So investieren die Superreichen 2010

Die Krise hat das Anlegerverhalten der UHNWI – Lieblingsgruppe aller Private Banker – nachhaltig verändert. Alternative Anlagen sind out.

Rohstoffe und Long-Only-Aktienfonds: Darauf setzen die Reichen diese Welt. Ausserdem wird die internationale Streuung der Anlagen zunehmend betont  – zumindest bei den Reichen in den USA, denn die wollen sich gegen die Gefahren einer Inflations- und Dollarschwäche sichern.

Dies ergab eine Umfrage des Institute for Private Investors IPI, einem Netzwerk für Reiche und deren Berater, zu dem unter anderem rund 1100 UHNWI gehören.

Allerdings: Die Cash-Positionen werden laufend abgebaut. Die vom IPI befragten vermögenden Kunden sagten zu 54 Prozent aus, ihre kurzfristigen Geldanlagen abbauen zu wollen – 17 Prozent planen indes eine Erhöhung.

Der Trend zu einem bodenständigeren Anlageverhalten der Reichen ist seit längerem absehbar, mehrere Erhebung des IPI zeigten ihn bereits auf. Eine Umfrage von Ende November ergab, dass drei Viertel der Reichen ihren Investment-Ansatz verändert hatten. Als Hauptsorgen entpuppten sich die Liquidität, die (als zu hoch empfundene) Konzentration der Anlagen und das Inflationsrisiko. Rund 47 Prozent planten damals schon eine Erhöhung der Rohstoff-Anteile in ihrem Portfolio.

Und vor einem Jahr diagnostizierte der IPI-Survey, eine grosse Enttäuschung mit alternativen Anlagen, verbunden mit dem Willen, stärker in Aktien (long only) und Festverzinsliche zu investieren.

Mehr zum Thema: «Die dunkle Seite des Geldes», der Genfer Vermögensverwalter Heinrich Weber erzählt über die Befindlichkeit der Reichen nach der Krise.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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