Michael Ambühl soll Druck auf die Schweiz lindern

Michael Ambühl wird Staatssekretär für internationale Finanz- und Steuerfragen. Der Karrierediplomat soll den Finanzplatz Schweiz stärken.

Wie Bundesrat Hans-Rudolf Merz vor den Medien einräumte, nehme der Druck auf die Schweiz zu und erreiche neue Dimensionen. Die Schweiz sei bisher nicht stark genug gewesen und habe deshalb oft reagiert statt pro-aktiv gehandelt.

Als bisheriger Staatssekretär des Aussendepartements EDA soll nun Michael Ambühl in der vom Bundesrat neu geschaffenen Funktion die Interessen der Schweiz in internationalen Finanz- und Steuerfragen gegenüber dem Ausland vertreten und die internationalen Verhandlungen in diesen Bereichen führen.

Ambühl als «Retter in der Not» und «bestes Rennpferd»

Mit dem 59-jährigen Ambühl nimmt am 1. März ein Karrierediplomat die Geschicke des Schweizer Finanzplatzes in die Hand. Merz sprach von einem Glücksfall und gab sich überzeugt, dass Ambühl die internationale Stellung der Schweiz stärken könne.

Der Schweizer Bankier Konrad Hummler sagte am Donnerstag, Ambühl sei «eines der besten Rennpferde im Stall». Er sei in eines der wichtigsten Ämter ernannt worden, sagte der Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers weiter. Allerdings warteten auf Ambühl sehr schwierige Aufgaben, sagte Hummler. Die Privatbankiers seien aber bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Ambühl ist mit den Finanz- und Steuerdossiers der Schweiz bestens vertraut. Letzten Sommer führte er die Verhandlungen Schweiz/USA in Sachen UBS und war von 2001 bis 2004 Chefunterhändler der Bilateralen II, nachdem er zuvor unter anderem als Mitglied der Verhandlungsdelegation für die Bilateralen I bei der Schweizer EU-Mission in Brüssel tätig war.

Mit Umsetzung der Finanzplatzstrategie betraut

Dem neuen Staatssekretariat für Internationale Finanz- und Steuerfragen kommt die Aufgabe zu, die vom Bundesrat Ende 2009 verabschiedete Finanzplatzstrategie umzusetzen. Es ist direkt dem Chef EFD unterstellt. Keine leichte Aufgabe, hat die Schweiz doch viele Konflikte in Steuerfragen mit dem Ausland zu lösen.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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