iPad: Was taugt das neue Teil für Banker?

Das jüngste Gerät von Apple soll den Internet-Gebrauch revolutionieren. Schweizer müssen sich noch gedulden. Aber das Warten dürfte sich lohnen.

ipad_mailDer Computerhersteller Apple präsentierte gestern sein bereits vorab heiss diskutiertes neues Teil. Dabei handelt es sich um einen 700 Gramm schweren Touchscreen-Computer mit einem 9.7-Zoll Bildschirm, der mit Speicherkapazitäten von 16, 32 oder 64 GB ausgestattet ist und den Produktnamen «iPad» erhalten hat.

Online geht man offenbar via WiFi, hinzu kommt später eine Internet-Option über 3G via Mobiltelefonanbieter.

Das günstigste Gerät in der 16GB/WiFi-Variante soll in den USA für 499 Dollar auf den Markt kommen. Die teuerste Variante ist die Kombination 64GB/WiFi/3G, welche 829 Dollar kosten wird.

Das Warten lohnt sich

Das iPad erscheint vorerst nur in den USA. Es ist zu erwarten, dass das neuste Apple-Spielzeug erst in seiner zweiten Version in rund einem Jahr auf dem Schweizer Markt erhältlich sein wird. Doch die Erfahrungen bei iPod und iPhone haben gezeigt, dass die jeweils ausgereifteren Versionen, die es auf den Schweizer Markt schaffen, ihrer Vorängerversion einiges voraus haben.

Da das iPad vor allem wegen seiner intuitiven Benutzung des Internets als ständiger Begleiter für den täglichen Web-Gebrauch gedacht ist, ist auch eine permanente Anbindung an das Internet von Nöten. Hierfür ist ein UMTS-Modul erforderlich, das nur in der Deluxe-Variante vorhanden ist.

Kinderkrankheiten

Bereits das erste iPhone hat unter dieser Kinderkrankheit gelitten. In der zweiten Ausgabe, die auch in der Schweiz auf den Markt kam, war dann UMTS in allen Geräten vorhanden. Zudem ist zu erwarten, dass mit der weiteren Entwicklung von Display-Techniken sich auch der Bildschirm von den jetzigen 9,7-Zoll weiter vergrössern wird. Das Warten auf die zweite iPad-Generation kann sich also lohnen.

iPad für Banker?

ipad_kalenderDas iPhone konnte sich in der Bankenwelt als ständiger mobiler Begleiter breit etablieren. Ob das iPad ähnliche Erfolge feiern kann, wird sich noch zeigen. Seine hohe Portabilität und die Eigenschaften zur visuellen Darstellung könnten bei Kunden-Präsentationen durchaus zur Geltung kommen.

Auch durch die diversen Applikationen, die bereits für das iPhone in einer Vielzahl erhältlich sind, kann das iPad profitieren. Bereits jetzt existieren diverse Banking-Applikationen für das Betriebssystem. Mit dem iPad erhält die Entwicklung von neuen Banking-Tools sicherlich einen neuen Schub.

Mehr Applikationen und Bücher

Auf dem iPad läuft im Grunde das gleiche Betriebssystem wie auf dem iPhone, womit das iPad auch die Möglichkeit hat, auf alle zirka 140'000 Anwendungen für das iPhone zuzugreifen. Die Akku-Laufzeit wird mit 10 Stunden im Normalbetrieb und einem Monat im Standby-Modus angegeben.

Gleichzeitig mit dem iPad stellte Apple ein Online-Büchergeschäft, den iBookstore, vor. Ähnlich wie über iTunes, den Online-Musik-Shop, soll man über iBookstore digitalisierte Bücher herunterladen können. Dafür hat Apple bereits Verträge mit mehreren Verlegern geschlossen. Auf den US-Markt soll das iPad Ende März 2010 kommen.

Die Apple-Aktie reagierte mit Kursgewinnen auf die Produtkpräsentation.

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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