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Stuttgart schreckt zurück, Düsseldorf greift zu PDF Drucken Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen
Freitag, den 26. Februar 2010 um 17:40 Uhr

Baden-Württemberg lässt die Finger von der gestohlenen CD: Amtsträger könnten sich durch einen Kauf strafbar machen. Nordrhein-Westfalen kauft die Daten.

Als erstes Bundesland schreckt Baden-Württemberg vor einem Kauf der Daten von Steuersündern, die ihr Geld in die Schweiz schafften. Das erfuhr die «Badische Zeitung» nach einem Spitzengespräch der Regierung.

Wie mit dem Angebot verfahren werden soll, will das Land dem Bundesfinanzministerium überlassen. Das beschlossen Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und sein Stellvertreter Justizminister Ulrich Goll (FDP) sowie Finanzminister Willi Stächele (CDU).

Dagegen meldet «Spiegel online», dass das Bundesland Nordrhein-Westfalen – konkret: die Steuerfahndung Wuppertal – die Steuersünder-CD für 2,5 Millionen Euro erworben habe; damit gelangt der Fiskus zu Angaben über rund 1'400 Personen mit Bankverbindungen in der Schweiz.

Die Bussfertigkeit nimmt rapide zu

Während das Berliner Ministerium bisher keine rechtlichen Probleme erkennt, sehen die Baden-Württembergischen Minister Goll und Mappus die Gefahr, dass sich Amtsträger durch den Kauf strafbar machen und deshalb verfolgt werden könnten.

Die Zahl der Steuersünder, die sich anzeigen, steigt indes rasant. Bis Donnerstag hatten sich 1‘302 Baden-Württemberger bei den Finanzämtern gemeldet. Das Volumen nachzuversteuernder Kapitalerträge beläuft sich auf 139 Millionen Euro. «Die Bussfertigkeit nimmt rapide zu in der Karzeit», sagte Finanzminister Stächele.

 

 


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Kommentare 

 
#1 2010-03-01 10:51
Diese CD's sind ein idealer Weg um unliebsame Personen zu schaden. Wer kann die Echtheit ueberpruefen? Aus der Schweiz wird wohl keine Rechtshilfe kommen. Ganoven koennen auch mit gefaelschten CD's leicht zu Geld kommen. So kann man allen Personen die angeblich auf diesen CD's aufgefuehrt sind nur raten, eisern alles abzustreiten - solange sie vorsichtig genug waren und bei der Uebertragung von Geldern keine Spuren auf Konten hinterlassen haben.
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