Diskreter russischer Finanz-Gipfel in Zürich

Abseits der Öffentlichkeit treffen sich am Wochenende führende russische Politiker, Bankleute und Behördenvertreter mit Schweizer Geschäftspartnern in Zürich.

Das Russian Economic and Financial Forum vom 14. und 15. März 2010 in Zürich findet bereits zum neunten Mal statt und bringt führende Geschäftsleute und Politiker aus Russland und der Schweiz zusammen. finews.ch zählt zu den Medienpartnern dieses Anlasses.

Nicht zuletzt seit russische Oligarchen wie Viktor Vekselberg oder Alexander Lebedew die Schweiz als Betätigungsfeld nutzen, haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern enorm intensiviert. Vor diesem Hintergrund ist auch das grosse Interesse zu deuten, welches das russische Forum in Zürich mittlerweile geniesst und von obersten Behördenvertretern massgeblich unterstützt wird.

Finanzpolitiker und Minister

Nebst den Botschaftern der Schweiz und Russland tritt an dem Anlass auch die Präsidentin des Zürcher Regierungsrats, Regine Aeppli, auf oder etwa der Präsident der Economiesuisse, Gerold Bührer und Finma-Präsident Eugen Haltiner.

Für schweizerische Geschäftsleute mit Kontakten zu Russland ist der Anlass in Zürich ein unverzichtbares Stelldichein. Aus Russland kommen einige Hundert Delegierte angereist, darunter führende Finanzpolitiker sowie leitende Mitarbeiter aus den Ministerien, aber auch Vertreter aus der Privatwirtschaft.

Um nur einige zu nennen: der stellvertretende russische Premierminister Alexander Zhukov, der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Shatalov, die stellvertretende Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung, Anna Popova sowie der Vize-Präsident der russischen Zentralbank Aleksey Ulyukaev. Darüber hinaus kommen zahlreiche Bankchefs und Vertreter der Duma.

Einzigartiger Anlass

Neben den offiziellen Ansprachen bietet der Anlass eine Reihe von Seminaren, die sich mit Fragen zur aktuellen Entwicklung des Finanzsystems und zu den Marktbedingungen in Russland befassen. Die lange Tradition des Forums bringt es mittlerweile mit sich, dass kaum ein anderer vergleichbarer Anlass in Westeuropa mehr führende Repräsentanten aus der russischen Politik und Hochfinanz zusammenbringt.

Weitere Informationen zum Russian Economic and Financial Forum unter diesem Link.

Lesen Sie dazu auch das Interview «Instabilität in der Schweiz ist wie eine Tsunamiwelle».

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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