Mumbai: Demo gegen Schweizer Banken

Schwarzgelder auf Schweizer Banken sind ein politischer Dauerbrenner in Indien. Nun riefen diverse Organisationen zum Boykott der Schweiz auf.

Die Schweizer Banken schütten politische Gräben zu  – jedenfalls in Indien. Denn diverse Parteien aus verschiedenen politischen Lagern sowie einige NGOs haben gestern zusammen in Mumbai an einer Protestkundgebung gegen die Schweizer Banken stark gemacht.

Die Protestierenden riefen die Bevölkerung dazu auf, Schweizer Produkte und den Schweizer Tourismus zu boykottieren, da zig Milliarden Dollar an Vermögen von Politikern und Geschäftsleuten schwarz auf Schweizer Banken liegen. Die Banken, die versteckte Vermögen beherbergen, seien zu «Instituten des Finanzterrors» herangewachsen, da auch Gelder von Terrororganisationen in der Schweiz schlummern und vom Bankgeheimnis geschützt seien.

Auf Gandhis Spuren

«Während der Friedensbewegung hat Mahatma Gandhi bereits zum Boykott von britischen Produkten aufgerufen. Nun ist es Zeit, Schweizer Produkte zu boykottieren. Dies ist eine 'neue Friedensbewegung' und wir müssen mit Gahndischem Willen kämpfen», heisst es in der Kampfansage von Sami Bubere, dem Präsidenten der Sahyog Cultural Society und Organisator der Kundgebung, laut «Sakaal Times».

Laut Bubere werden 1500 Milliarden Dollar an indischen Schwarzgeldern im Ausland gehalten – ein Grossteil davon auf Schweizer Banken. Würde dieses Geld wieder ins Land zurückgeholt, würde ganz Indien davon profitieren. So prophezeit Bubere, dass mit dem Geld sämtliche Staatsschulden zurückbezahlt werden könnten.

Fischen bei Schweizer Banken

Die Schwarzgelder in der Schweiz waren schon im Wahlkampf 2009 ein grosses Thema gewesen: Die Opposition warf der Regierung von Premier Manmohan Singh vor, zuwenig entschlossen gegen die Kapitalflucht der Reichen vorzugehen; die Regierung wiederum setzte eine Kommission ein, die sich der Angelegenheit widmen sollte.

Und so wurden bei der gestrigen Demonstration in Bombay nicht nur die Schweizer Banken angeschwärzt, auch die eigene Regierung wird harsch kritisiert. Sowohl die Regierungspartei UPA als auch die Opposition NDA hätten es bisher verfehlt, Druck auf die Schweizer Banken zu machen.

Indessen versucht die indische Finanzbehörde illegalen Finanztransaktionen auf die Schliche zu kommen. So wurden illegale Überweisungen zwischen der BCCI und einem Schweizer Institut aufgedeckt, wobei rund drei Millionen Dollar in die Schweiz verfrachtet worden sind, berichtet «Economic Times».

Konkreten Druck auf die Schweiz übt Indiens Diplomatie auch im Fall des schwerreichen Pferdezüchters Hasan Ali Khan aus; Delhi vermutet, dass Khan mehrere Milliarden bei der UBS versteckt habe.

 

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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