Bruellan gewinnt britischen Partner

Der Genfer Vermögensverwalter Bruellan hat mit der renommierten Gesellschaft Odey Asset Management einen Partnerschaftsvertrag geschlossen.

Laut dem Vertrag sollen die beiden Unternehmen ihre Unabhängigkeit weiter wahren. Durch die Partnerschaft sollen jedoch die Privatkunden besser bedient werden können. Bruellan bringt hierbei ihr extensives Know-How als Berater und Dienstleister in die Partnerschaft, während sich Odey durch ihre Vermögensverwaltung mit hoher Performance auszeichnet.

Die beiden werden zusammen unter dem Namen Odey Bruellan operieren. Der Schweizer Vermögensverwalter wurde 1991 gegründet und besitzt neben dem Hauptsitz in Genf weitere Niederlassung in Crans‐Montana, Verbier, Lausanne und Gstaad. Insgesamt verfügt Bruellan über 19 Beratungsexperten.

«Wir sind auf einer Wellenlänge»

Crispin Odey, der das gleichnamige Unternehmen 1991 in London gegründet hat, erklärt, wieso sich die Partnerschaft für beide Firmen lohnt: « Die Kunden schweizerischer Banken waren bisher benachteiligt. Bei der Verwaltung ihres Vermögens standen steuerliche Optimierung und Geheimhaltung im Mittelpunkt, weit weniger jedoch die Performance», sagt Odey und führt fort: «Bruellan ist eine der ersten Vermögensverwaltungsgesellschaften, die den entscheidenden Aspekt der Performance gebührend in den Vordergrund rückt. Wir liegen also ganz auf einer Wellenlänge und freuen uns dementsprechend auf den Start dieser Zusammenarbeit!»

Ähnlich wird die Marktsituation vom CEO von Bruellan, Antoine Spillmann, eingeschätzt. Auch er sieht Defizite bei der Kundenbetreuung der Banken und in diesem Bereich die Vorzüge der Partnerschaft. «Crispin Odey, einer der bedeutendsten europäischen Finanzstrategen, ist demgegenüber nach wie vor von der Wichtigkeit der Maxime ‚Small is beautiful’ für das Asset Management überzeugt. Diese Partnerschaft ist daher eine hervorragende Neuigkeit für unsere Kunden!»

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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