«Durchschnitt ist für mich inakzeptabel»

Die Finanzkrise stellte die Private-Banking-Berater vor grosse Herausforderungen, erklärt Adrian Nösberger von der Bank Clariden Leu.

Adrian_Nsberger_qDer «moderne» Berater müsse neue Wege beschreiten, um die Kunden langfristig zu binden und umfassend zu beraten, sagt Adrian Nösberger, Head Private Banking Switzerland bei Clariden Leu, im Interview mit finews.ch.

Herr Nösberger, welchen Veränderungen ist das Private Banking ausgesetzt?

Die Betreuung der internationalen Kundschaft ist im Wandel. Nur wer es schafft, diese Veränderungen aktiv im eigenen Business-Modell umzusetzen, wird eine Überlebenschance haben und kann in Zukunft die Kunden überzeugen.

Setzt das nicht auch eine grosse Investitionsbereitschaft entlang der ganzen Wertschöpfungskette voraus?

An der Front muss das Fachwissen weiter erhöht und fokussiert eingesetzt werden. Im Produktbereich müssen länderspezifische Lösungen gefunden und im Back-Office sollten die Bedürfnisse, etwa in den Reportings, optimal umgesetzt werden.


«Fokussierung und Disziplin sind künftige Erfolgsfaktoren»


Zudem steigen die Anforderungen an das Fachwissen der Corporate Services – beispielsweise im Bereich Legal und Tax – ebenfalls stetig. Diese Investitionen müssen aber auch durch Wachstum und höhere Erträge gerechtfertigt sein. Fokussierung und Disziplin sind zukünftige Erfolgsfaktoren.

Was genau macht eine gute Beratung aus?

Nicht nur die aktuellen Bedürfnisse der Kunden zu kennen, sondern vorausdenkend auch zukünftige Fragestellungen und Wünsche der Kundschaft zu thematisieren. Das schnell ändernde regulatorische Umfeld und die Finanzkrise haben dazu geführt, dass man noch mehr Gewicht auf eine persönliche und auf Langfristigkeit angelegte Beratung legt. Um das Vertrauen der Kunden wieder zu gewinnen, muss der Berater auf dessen individuellen Bedürfnisse eingehen.

Der moderne Anlageberater begreift sich deshalb als «Trusted Advisor» und kennt die persönliche Risikoneigung und die vergangenen Erfahrungen der Kunden. Neben einem breiten Fachwissen muss er über hohe soziale und kommunikative Kompetenzen verfügen, damit ihn der Kunde als Vertrauensperson für seine finanziellen Belange wahrnimmt.


«Ich erwarte überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft»


Inwiefern ist Clariden Leu führend auf diesem Gebiet?

Durchschnitt ist für mich inakzeptabel – ich erwarte von allen meinen Mitarbeitenden eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft im Interesse der Kunden. Zusätzlich ist der Teamgedanke sehr entscheidend: Ich kann alleine nie dieselbe Dienstleistung einem Kunden erbringen, wie wenn ich weitere Experten in die Betreuung situativ involviere.

Clariden Leu verfügt über ein grosses Netzwerk von externen und internen Fachspezialisten, die den Beratern jederzeit zur Verfügung stehen. Durch die langjährige Erfahrung kennen wir die spezifischen Kundenwünsche und bieten massgeschneiderte Lösungen. Gerade bei den Ultra-High-Net-Worth-Individuals (UHNWI), deren Bedürfnisse weit über das traditionelle Wealth Management respektive Investment Advisory hinausgehen, ist eine gezielte Beratung Voraussetzung.

Die Erwartungen und Anforderungen ans Private Banking sind stark gestiegen. Wie können die Berater diese Bedürfnisse langfristig erfüllen?

Clariden Leu besitzt ein so genanntes Key Client Solutions Team, welches schnell und massgeschneidert Lösungsansätze erarbeitet und eine ständige Kooperation mit internen und externen Fachleuten pflegt. Die Berater erhalten somit die volle Unterstützung, um ihrer spezifischen Rolle als «Trusted Advisor» stets gerecht zu werden.

 

 

 

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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