Fidelity: «Vom technischen Wandel profitieren»

Die interessantesten Technologie-Themen eröffnen den Investoren erhebliche Chancen, sagt Fidelity-Fondsmanager Dmitry Solomakhin.

Solomakhin.173Von Dmitry Solomakhin, Fondsmanager des Fidelity Global Technology Fund

Für den Grossteil des langfristigen Wirtschaftswachstums ist der technologische Wandel verantwortlich. Vorangetrieben wird der technische Fortschritt durch Erfindungen, in besonderer Weise aber durch Innovation und Verbreitung der neuen Technologien.

Paradebeispiel Glühbirne

Die besten Erfindungen haben wenig wirtschaftlichen Nutzen, wenn sie nicht innovativ weiterentwickelt und angemessen verbreitet werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Glühbirne. Sie wird gemeinhin mit Thomas Edison assoziiert, der sie jedoch nicht erfunden hat. Er entwickelte vielmehr das ursprüngliche Design von Humphry Davy weiter und etablierte das Produkt im Massenmarkt.

Als die Firma Apple im Jahr 2007 ihr iPhone lancierte, war der Mobiltelefonmarkt bereits gesättigt und die Smartphone-Technologie schon seit Jahren verfügbar. Apple brachte also keineswegs eine neue Erfindung auf den Markt.

Einzigartige Weiterentwicklung

Vielmehr war das iPhone eine aussergewöhnliche Weiterentwicklung der vorhandenen Technologien. Seine Einzigartigkeit bestand in der Kombination der einfachen Touchscreen-Bedienung mit benutzerfreundlichen Anwendungen, dem Internetzugang, die Synchronisierung mit der bestehenden iTunes-Sammlung und das Herunterladen neuer Inhalte über den App Store. Nur wenige Jahre nach Einführung zählt das iPhone zu den erfolgreichsten Produktlancierungen überhaupt.

iPhone: Steilstes Wachstum einer Neueinführung überhaupt

Grafik_iphone

(Quelle: Apple und Morgan Stanley. Umsatzzahlen von Apple umfassen iPhone, iPod Touch und iTunes.)

Wir sind in eine neue Phase eingetreten, die noch lange nicht abgeschlossen ist: die Ära der mobilen Konnektivität. Den Analysten der US-Bank Morgan Stanley zufolge nimmt die Nutzung mobiler Internetdienste erheblich schneller zu, als es beim stationären Internet der Fall war.

So soll die mobile Nutzung binnen fünf Jahren die stationäre Internetnutzung übertreffen. Am Beispiel Apple zeigt sich, dass die Verbraucher bereit sind, für mobile Internetinhalte zu bezahlen. Dies ist ein entscheidender Schritt weg vom stationären Modell, bei welcher die Erwartung der Nutzer an kostenlose Inhalte grösser ist.

Anlagechancen entlang der mobilen Geräte

Die Fortsetzung dieses Trends wird Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette betreffen. Gerätehersteller wie Apple haben bereits enorm davon profitiert.

Die erfolgreiche Anlage in Technologiewerte setzt eine innovative Denkweise voraus. Der durchschlagende Erfolg von Apple ist inzwischen an den Aktienmärkten eingepreist.

Smartphone-Komponenten empfohlen

Eine Anlage in Hersteller von Smartphone-Komponenten verspricht daher bessere Aussichten, um am ausserordentlichen Wachstum des Markts für mobile Konnektivität zu partizipieren. Die Anleger profitieren entsprechend vom Wachstum der Branche, ohne sich auf eine bestimmte Smartphone-Marke zu beschränken.

Oder anders gesagt: Das rasante Wachstum bei Mobilgeräten und die zunehmende Videonutzung werden den Netzwerkverkehr drastisch ansteigen lassen, wovon wiederum die Hersteller spezialisierter Netzwerkinfrastruktur profitieren. Der zunehmende Gebrauch von Smartphones kann über Komponentenhersteller genützt werden, welche die führenden Marken beliefern."

Vom Smartphone zur «Smart City»

In einer zunehmend digitalisierten Welt hängt die Wettbewerbsfähigkeit der Städte und Länder neben der physischen Infrastruktur immer mehr auch von der digitalen Infrastruktur ab. Länder wie Südkorea, die nicht mit den billigeren Arbeitskräften Chinas mithalten können, investieren daher umfangreich in wissensbasierte Geschäfte.

Mit der futuristischen Stadt Songdo soll eine hochmoderne Wirtschaftsmetropole für Nordost-Asien errichtet werden. Als integrierte «Smart City» will Songdo mittels drahtloser Netzwerke und RFID-Technologien die wichtigsten Informationssysteme verknüpfen. Die Bewohner werden mit Hilfe von Smartphones ihre Rechnungen bezahlen, ihre Krankenakte einsehen oder ganz einfach Türen öffnen können.

Längerfristige Prognosen sehr unsicher

In den letzten dreissig Jahren hat sich die Geschäftswelt drastisch verändert, und es spricht alles dafür, dass auch die nächsten dreissig Jahre vom Wandel geprägt sein werden. Längerfristige Prognosen sind – insbesondere aus einer Anlageperspektive – sehr unsicher, denn die Unternehmen, die von den jüngsten Durchbrüchen in der Forschung profitieren werden, wurden möglicherweise noch gar nicht gegründet.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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