Steuergesetz treibt Anwälte in die Schweiz

Grenzübergreifende regulatorische Anforderungen und neue Steuergesetze haben zu einem Schub an ausländischen Anwälten in die Schweiz geführt.

Seit die USA internationale Jagd auf unversteuerte Gelder macht und ihre Steuergesetzte entsprechend angepasst hat, haben sich mehrere Schweizer Finanzinstitute aus dem amerikanischen Markt zurückgezogen. Andere, die der USA treu geblieben sind, haben nun mit den neuen Richtlinien zu kämpfen.

«In diesem Zusammenhang helfen ausländische Anwaltskanzleien den Schweizern, mit der zunehmenden Komplexität der ausländischen Gesetzte zurechtzukommen», sagt Brent Vanderbrook, Managing Director bei der Kanzlei Vanderbrook und Chambaud, gegenüber dem Branchen-Online-Dienst «Wealth Briefing».

Schweiz mit ökonomischer Realität konfrontiert

«Die wachsende Anzahl von britischen und amerikanischen Anwaltskanzleien in der Schweiz repräsentiert die ökonomische Realität, dass sich die Schweizer Banken mit Onshore-Banken messen müssen. Daher müssen sie ihr Produktangebot und ihr Verständnis von den heimischen Steuersystemen vertiefen, um kompetitive Produkte anbieten zu können», erklärt Vanderbrook weiter.

Die Zeiten des unversteuerten Geldes sind vorbei. Viele Amerikaner mit Schweizer Bankverbindung mussten sich in den vergangenen Monaten entscheiden, ob und wie sie ihre Gelder deklarieren und ob sie ihr Schweizer Bankkonto weiterführen wollen.

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NEWS GANZ KURZ

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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