Retail Banking geht weg vom Papierkram

Dank Technologie dürfte das Kundengespräch im Retail Banking bald einmal vollelektronisch ablaufen. Die Papierberge verschwinden.

hawanedo_surfaceZurzeit finden Kundengespräche im Retail Banking noch auf dem Papierweg statt. Doch diese Praxis könnte bald schon der Vergangenheit angehören.

Die Plattform Hawanedo Surface (Bild) des niederländischen Entwicklers Figlo verlagert das gesamte Kundengespräch auf eine elektronische Ebene.

Konkret: Mit der Anwendung von Hawanedo Surface lassen sich finanzielle Entscheide optisch und in Echtzeit nachvollziehen. Und: Das Ganze ist bedienerfreundlich, weil die Benutzeroberfläche auf einem transparenten Beratungsprozess ‚Have Want Need Do‘ (Hawanedo) beruht.

«In Kombination mit moderner Technologie erhält der Nutzer so eine vielseitige Erfahrung», sagt Vincent van den Bogert, Strategieexperte von Figlo, zur Lösung fürs Retail-Banking gegenüber finews.ch.

Ein digitales Kundengespräch

In der Praxis gestaltet sich das Ganze denn auch so simpel, wie van den Bogert es beschreibt. Der Bankkunde kommt in die Filiale und setzt sich mit seinem Kundenberater an den Hawanedo Surface. Dort legt er einfach seine Kundenkarte auf das Gerät, und das System lädt automatisch die Kontodaten des Kunden mit sämtlichen Aktivitäten.

Die Vorteile von Hawanedo Surface sieht van den Bogert in der Live-Erfahrung, die ein Kunde im digitalen Kundegespräch macht. «Die Durchlaufzeit des Beratungsprozesses wird durch die Benutzung via Hawanedo Surface deutlich verringert. Ferner stimuliert Hawanedo Surface den Produktvertrieb, weil Kunden besser überzeugt werden können, dass sie ein bestimmtes Finanzprodukt brauchen», sagt van den Bogert.

Produktekauf mit Fingerwisch

Sobald der Kundenberater die Wünsche seines Kunden kennt, können Dokumente mit verschiedenen Produkteklassen auf das Hawanedo Surface projiziert werden. In einem weiteren Schritt können alle erwünschten Produkte auf den Bildschirm gebracht werden, und der Kunde kann probeweise die verschiedenen Angebote mit Fingerwisch in sein Portfolio ziehen. Der Kunde sieht dann sofort, welche Auswirkungen ein Produkt auf sein Konto hat.

Somit kann ein Kunde einfach die Unterschiede von verschiedenen Angeboten live simulieren. Zum Ende eines Kundengesprächs braucht der Berater dann lediglich noch die ins Konto gezogenen Produkte zu bestätigen, und schon wandern die Kaufaufträge automatisch ins System.

Beispielvideo des Hawanedo Surface

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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