Wealth Management: Die Guten werden besser

Bei der Kür zu den besten Vermögensverwaltern im deutschen Sprachraum konnten viele Schweizer und Liechtensteiner Institute Lob einheimsen.

Zusammen mit dem «Handelsblatt» zeichnet das Fachmagazin «Elite Report» die besten Vermögensverwalter im deutschen Sprachraum aus. Der Test ergab in diesem Jahr erneut: Zwischen guten und schlechten Beratern liegen Welten – und ein Grossteil der 360 überprüften Vermögensverwalter missachte die Grundlagen solider Arbeit.

«Die Lücke zwischen Guten und Schlechten ist breiter geworden», sagt Hans Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des «Elite Report». «Viele Verwalter pflegen ihre Ignoranz dem Kunden gegenüber».

Allerdings würden die guten Wealth Manager im deutschen Sprachraum besser. Bei der gestrigen Preisverleihung und Präsentation des Spezialreports «Die Elite der Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum» wurde nur rund ein Siebtel der von einer unabhängigen Jury getesteten Vermögensverwalter als «empfehlenswert» beurteilt.

Die gute Nachricht: Immerhin 51 Verwalter zählen zur Elite – und das sind zwei mehr als im Vorjahr. Unter den Banken erhielten die Berenberg Bank, die BHF Bank und die Hamburger Sparkasse das Prädikat «bester Vermögensverwalter».

Insgesamt 26 Vermögensverwalter bekamen die höchste Auszeichnung «summa cum laude». Eine «immense Beständigkeit der Qualität» sichtet von Schönfels darin, dass 24 der 26 Top-Häuser bereits im Vorjahr dabei waren, ihre Klasse also halten konnten.

21 Verwalter wurden zum achten Mal geehrt. Dazu zählen etwa Bank Sarasin, Clariden Leu, Berenberg Bank, Credit Suisse, DJE Kapital, Haspa, HSBC Trinkaus, LGT Bank, Metzler, Pictet und UBS. Die Centrum Bank erhielt zum sechsten Mal die Note «summa cum laude». Ebenfalls mit der höchsten Note beurteilt wurden Maerki Baumann und die VP Bank. Zu den Aufsteigern gehört die Bank HSBC Trinkaus, die in die höchste Kategorie gelangte.

Top_Ten_CH

Als renommiertester Vermögensverwalter, der als am besten international vernetzt gilt, wurde Ivan Pictet geehrt, dem in einer Branchenumfrage auch das höchste Ansehen zukam.

Der Elite Report bewertet Banken und Vermögensverwalter aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und Liechtenstein. Die Bewertung erfolgt mittels eines Fragebogens zur Unternehmung sowie auf Basis eines Testkaufs. Die wichtigsten Bewertungskriterien sind Kundenorientierung, Beraterqualität, Service und Produkttransparenz.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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