Grossbritannien: Reiche Ausländer ziehen ab

Die Zahl der so genannten «Non-Doms» – eine Art britischem Gegenstück zu den Schweizer Pauschalbesteuerten – ist letztes Jahr erstmals seit langem gesunken.

Die Resident Non-domiciled Persons, Non-Doms genannt, sind vermögende ausländische Staatsangehörige, die in Grossbritannien Wohnsitz haben, jedoch eine starke Bindung zu ihrem Heimatland aufrechterhalten und beabsichtigen, Grossbritannien mittelfristig zu verlassen; deshalb geniessen sie Steuerprivilegien.

Im Steuerjahr 2008/09 waren rund 123'000 Non-Doms in Grossbritannien registriert – im Jahr zuvor waren es noch 139'000 gewesen. Auslöser des Rückgangs könnten diverse neue Anforderungen an die Non-Doms gewesen sein, mutmassen Experten auf der Insel; zu diesen Anforderungen zählt beispielsweise eine neue 30'000-Pfund-Basisgebühr, die jene Personen seit April 2008 berappen müssen, die in einem Jahr länger als eine gewisse Zeit anwesend sein wollen.

Laut Angaben des britischen Finanzministeriums waren im letzten Jahr 5400 Personen bereit, die 30'000-Pfund-Gebühr zu bezahlen (und so auf eine Ausreise zu verzichten).

Der Rückgang der Non-Doms ist der erste seit fünf Jahren. Der «Daily Telegraph» zitiert einen aufs Offshore-Geschäft spezialisierten Anwalt mit der Aussage, die Mehrheit der «auswandernden» Non-Doms zögen in die Schweiz, nach Monaco oder auf die Kanalinseln.

Mehr dazu: «Daily Telegraph», «City AM».

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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