«Schweizer Aktien markant höher gewichten!»

Der Vermögensverwalter Salmann dagegen empfiehlt Schweizer Aktien. Neuste Erkenntnisse ergäben, dass der Heimmarktanteil im heutigen Umfeld höher gewichtet werden soll.

Für den unabhängigen Vermögensverwalter Salmann Investment Management präsentiert sich der Anlageausblick für 2011 trotz einiger Nebelschwaden insgesamt freundlich.

Das Wirtschaftswachstum dürfte zwar etwas geringer ausfallen als 2010. Doch bleibt dafür auch die Teuerung moderat, so dass ein insgesamt vielversprechendes Anlageumfelderwartet wird.

Die Aktienmärkte sollten weiterhin vom überdurchschnittlichen Wachstum der Schwellenländer profitieren. Ausserdem sorgen die anziehenden Fusionen und Übernahmen für Fantasien.

Zinsen bleiben vorerst tief

Teja_von_HolzschuherAn den Obligationenmärkten ist allerdings erhöhte Vorsicht angesagt. Offensichtlich verhindert der Euro-Rettungsschirm nicht, dass Mitglieder der Euro-Währungsunion zurückgestuft werden. Gemäss Investment-Chef Teja von Holzschuher (Bild) lässt sich sogar ein gegenteiliger Trend identifizieren.

«Der Markt wie auch die Ratingagenturen werten die Flucht unter den Schirm als Malus für das jeweilige Land. Identische Signale gehen auch vom Devisenmarkt aus, wo der Euro trotz grossem Aktivismus auf Regierungsebene unter Druck steht», betont er.

Dennoch blieben die wichtigen Obligationenmärkte zuletzt erstaunlich ruhig. Der Zinsauftrieb von Anfang Dezember machte gegen Silvester hin wieder einer Entspannung Platz. Unausgeschöpfte Kapazitäten und die Tiefzinspolitik vieler Notenbanken sprechen in den Kernmärkten vorerst noch für tiefe Zinssätze.

Franken-Höhenflug nicht auf ewig

An der Peripherie dagegen findet bereits die nächste Nagelprobe statt. Italien, Portugal und Spanien müssen allein im ersten Halbjahr 2011 etwa 350 Milliarden Euro an Refinanzierungen am Markt aufnehmen. «So oder so gilt es, auf der Hut zu sein», warnt von Holzschuher.

Der Höhenflug des Frankens hat 2010 den Anlegern mit Schweizer Referenzwährung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die helvetische Währung hat 2010 von aussergewöhnlichen Situationen profitiert und dürfte ihr heutiges Niveau auch umfangreichen spekulativen Käufen zu verdanken haben.

«Wenn sich die Wogen glätten, was wir erwarten, besitzen vor allem der Euro sowie der US-Dollar Potenzial für eine Erholung», prognostiziert man bei Salmann.

Neubeurteilung des Schweizer Aktienmarktes

Diese Markteinschätzungen, aber auch eine grundlegende Neubeurteilung des Schweizer Aktienmarktes führt bei Salmann zu einer signifikanten Anpassung der Asset Allokation für Kunden mit Referenzwährung Schweizer Franken.

Ausgangslage ist die Beobachtung, dass der Schweizer Aktienmarkt in den vergangenen Jahren derart an Breite, Liquidität und globaler Korrelation gewonnen hat, dass er mittlerweile über viel höheres Diversifikationspotential als früher aufweist.

«Auf Grund umfangreicher Analysen und Studien ist unser Anlagekomitee zum Schluss gekommen, dass es langfristig von Vorteil ist, heimische Aktien auch für Schweizer Anleger markant höher zu gewichten», führt von Holzschuher aus.

Einfluss auf die Portefeuilles

Bislang boten nach Einschätzung von Salmann nur die Aktienmärkte Europa und USA genügend Diversifikationspotential, um diese Strategie in den Referenzwährungen Euro und Dollar zu fahren.

Für ausgewogene Schweizer-Franken-Portfolios mittlerer Risikostufe ohne kundenseitige Einschränkungen werden daher in einem ersten Schritt rund 5 Prozent der Mittel in schweizerische klein- und mittelgross kapitalisierte Unternehmen investiert.

Heimallokation erhöht

Alfred_ErnstDagegen wurde die Position anderer europäischer Dividendenwerte im gleichen Umfang reduziert. Europäische wie auch schweizerische Aktien notieren gemessen an ihren Kurs-/Gewinnverhältnissen (KGV) von 15,3 sowie 14,9 unter ihren langfristigen Mittelwerten.

Sie sind gemäss Salmann auch mit Blick auf die Dividendenrenditen von 3,1 beziehungsweise 2,6 Prozent attraktiv. «Im neuen Jahr werden wir die Heimallokation zu Lasten ausländischer Märkte voraussichtlich weiter erhöhen», kündet Alfred Ernst (Bild), Aktienspezialist von Salmann, an.

Lesen Sie die ausführliche Anlage-Analyse unter diesem Link.

 

 

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Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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