Whistleblowing könnte kommerzialisiert werden

Auf Wikileaks folgt nun OpenLeaks. Die neue Plattform für Whistleblower will die Probleme ihrer Vorgängerin vermeiden.

Generell richtet sich OpenLeaks wie ihr Vorbild Wikileaks an Whistleblower. Ziel der Betreiber ist es, eine Plattform zur Verfügung zu stellen, wo Whistleblower sicher Dokumente einreichen können. Die Veröffentlichung soll jedoch anders vorangetrieben als bei Wikileaks.

Das Konzept von Wikileaks habe konzeptuelle Mängel, die OpenLeaks verhindern will. Denn Wikileaks hat mit einer hohen Datenfülle zu kämpfen, die es zu verarbeiten gilt. Das Portal provoziert mit seiner Publikationspolitik oft harsche Kritik, sodass die Homepage schon mehrmals geschlossen und somit das Zugangstor zur Öffentlichkeit verriegelt wurde.

OpenLeaks will die gesammelten Dokumente Informationen direkt an Drittorganisationen wie NGO, Gewerkschaften oder Medien weiterleiten, die wiederum die Dokumente veröffentlichen. Somit sollen Informationen einerseits schneller verarbeitet werden können und einer Veröffentlichung nichts im Wege stehen.

Kleiner Schritt bis zum Datenverkauf

Der Ansatz von OpenLeaks ist aber auch ein erster Schritt zur Kommerzialisierung des Whistleblowings. Die Schwelle von der freien Übergabe der Daten an Dritte zum gebührenpflichtigen Verkauf der Daten scheint sehr niedrig zu sein. Julian Assange legt bei Wikileaks grossen Wert darauf, dass er seine Dokumente gratis veröffentlicht und seine Aktionen lediglich durch Spenden finanziert.

Das Konzept von OpenLeaks hingegen könnte einen neuen Finanzierungsansatz der Whistleblower-Gemeinschaft im Verkauf der Dokumente finden und somit ein delikates neues Geschäft ins Leben rufen.

 

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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