Zwei neue in der Finma-Geschäftsleitung

Statt bisher vier wird die Organisation in Zukunft sechs Geschäftsbereiche umfassen. Zudem will man neues, hoch qualifiziertes Personal suchen.

Die Finanzmarktaufsicht Finma hat mit Yann Wermeille (Bild links) und David Wyss (Bild rechts) zwei neue Geschäftsleitungsmitglieder ernannt, wie die Behörde am Montag mitteilte.

Yann_WermeilleDavid_Wyss

Die beiden bisherigen Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung folgen auf Franz Stirnimann, Leiter Geschäftsbereich «Märkte», der Ende Jahr in Pension gehen wird.

Veränderungen per Mitte März

Die Abteilung «Enforcement» wird unter der Leitung von David Wyss aus dem bisherigen Geschäftsbereich «Märkte» ausgegliedert und künftig als eigenständiger Geschäftsbereich geführt.

Die Leitung des Geschäftsbereichs «Märkte» übernimmt Yann Wermeille. Die neue Organisation tritt per 15. März 2011 in Kraft.

Neuer Geschäftsbereich

Zudem gründet die Finma einen eigenen Geschäftsbereich «Operations». Dieser wird von einem noch zu bestimmenden Chief Operating Officer (COO) geleitet. Der COO wird ebenfalls der Finma-Geschäftsleitung angehören.

Die Schaffung des neuen Geschäftsbereichs «Operations» dient dem Ziel, die betriebliche Weiterentwicklung der Finma weiter voranzutreiben, wie sie weiter schreibt.

HR und IT im Fokus

Ein Schwerpunkt wird hier das strategische HR-Management sein. Dieses soll sicher stellen, dass die Finma sowohl in der Lage ist, ihre Mitarbeitenden intern weiterentwickeln als auch hoch qualifiziertes neues Personal für die Finanzmarktaufsicht gewinnen zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Prozesse und IT. Hier stehen für die Finma auf Grund des Wachstums der Behörde und der erhöhten internen und externen Ansprüche an effiziente und sichere Prozesse grosse Herausforderungen an.

Die Position des COO ist gegenwärtig ausgeschrieben.

Künftig sechs Geschäftsleitungsmitglieder

Die sechs Geschäftsbereichsleiter werden gemeinsam mit Finma-Direktor Patrick Raaflaub die Geschäftsleitung bestellen. Der Finma-Geschäftsleitung werden neben Patrick Raaflaub René Schnieper (Versicherungen), Urs Zulauf (Strategische Grundlagen), Mark Branson (Banken), Yann Wermeille (Märkte), David Wyss (Enforcement) sowie der noch zu bestimmende COO (Operations) angehören.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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