Kanalinsel Jersey schlägt die Schweiz

Als Kandidatin für die schwarze Liste der Steuerparadiese der G-20 bietet sich die Kanalinsel Jersey an – eher als die Schweiz.

Klare Regeln für Steuerparadiese fordert der britische Premier Gordon Brown am EU-Sondergipfel. Ein verständliches Anliegen, wenn man die Untersuchung des britischen Trades Union Congress über die Einbussen an Steuereinnahmen durch Offshore-Anlagen anschaut: In den vergangenen drei Jahren betrugen die Steuerverluste auf Erträgen von 1,1 Milliarden Pfund immerhin 319 Millionen Pfund.

Als Kandidat für die schwarze Liste der Steuerparadiese der G-20 bietet sich die Kanalinsel Jersey an. Ihr schreibt die Gewerkschaftsvereinigung TUC einen Steuerverlust von 94 Millionen Pfund zu, der Schweiz lediglich 72 Millionen. Es folgen mit 68 Millionen die Isle of Man und Guernsey mit 47 Millionen – zwei weitere  Territorien im Besitz der britischen Krone. Diese drei «Crown Dependencies» allein hüten also dreimal so viel britisches Vermögen wie die Schweiz.

Gemäss TUC geben diese Schätzung die Steuereinbussen nur ungenügend wieder. Konservativen Annahmen zufolge halten Gesellschaften und Trusts der Supperreichen fünfmal mehr Vermögen offshore. Zudem gebe es Anzeichen dafür, dass weniger als 20 Prozent des Vermögens auf Offshore-Konti in liquiden Mitteln  gehalten werden. Hätten alle Briten ihr Geld onshore angelegt, nähme der britische Staat 4 Milliarden Pfund mehr ein, schätzt die TUC.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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