Gold: «M&A-Aktivitäten so hoch wie noch nie»

Lauren_RomeoGemessen an der Zahl und dem Transaktionsvolumen im Edelmetallsektor fanden 2010 die seit Jahren höchsten Aktivitäten statt.

Während einige Rohstoffe und Edelmetalle neue Höchststände erreichen, geht die jüngste Gold- und Silberrallye an vielen Aktien weitest gehend vorbei. Das ergaben Analysen von Royce & Associates, einer Tochtergesellschaft des US-Finanzinstituts Legg Mason.

Als Gründe dafür nennt Lauren Romeo, Fondsmanagerin des Legg Mason Royce Smaller Companies Fund, die politische Instabilität in einigen edelmetallfördernden Ländern sowie die steigende Beliebtheit anderer Anlageklassen, durch die man Edelmetalle im Portfolio halten kann, wie Index-Fonds (ETF).

Anhaltender Kauf von Sachwerten

«Seit in den USA die zweite quantitative Lockerung begonnen hat, konnten wir eine zunehmende Umschichtung in den Edelmetallsektor beobachten, da Anleger infolge geldpolitischer Konjunkturhilfen Inflation befürchteten. Gegen dieses Inflationsrisiko wollen sie sich durch den Kauf von Sachwerten wie Gold und Silber absichern», erklärt Romeo.

«Allerdings ist die Analyse einzelner Edelmetallunternehmen für Anleger sehr arbeitsintensiv und wird daher von vielen Investoren gescheut. Dies gibt die Möglichkeit, Aktien etablierter und wachsender Minenbetreiber zu Preisen zu kaufen, die von einem deutlich niedrigeren Gold- oder Silberkurs ausgehen und daher Potenzial versprechen», so Lauren Romeo weiter.

Immer noch ein Angebotsdefizit

Lauren Romeo bleibt bullish für den Edelmetallsektor. «Wir befinden uns immer noch in einer Phase die durch ein Angebotsdefizit geprägt ist, während die Nachfrage aus den Schwellenländern ungebrochen anhält. Von dieser Entwicklung haben die Edelmetalle profitiert», erläutert die Fondsmanagerin.

Ebenfalls positiv wirken sich die ansteigenden M&A-Aktivitäten aus. Im vergangenen Jahr fanden die seit Jahren höchsten Aktivitäten, gemessen an der Anzahl und dem Transaktionsvolumen im Edelmetallsektor statt.

Bieterkampf entbrannt

Dieser Trend sollte nach Ansicht der Portfoliomanagerin auch über das erste Quartal 2011 hinaus anhalten, denn inzwischen ist um einige Unternehmen bereits ein regelrechter "Bieterkampf entbrannt.

Der von Lauren Romeo gemanagte und rund 500 Millionen Dollar schwere Legg Mason Royce Smaller Companies Fund ist derzeit zu rund 15 Prozent in Materialwerte investiert.

Legg Mason hat seinen Hauptsitz in Baltimore in den USA und ist eine globale Investmentmanagementgesellschaft mit verwalteten Vermögen von aktuell 678 Milliarden US-Dollar.

 

 

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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