Grant Thornton zieht es in die Rhonestadt

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eröffnet eine Geschäftsstelle in Genf. Leiter wird der Revisionsexperte John Campbell.

Grant Thornton Schweiz eröffnet diese Woche eine Geschäftsstelle in Genf. Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Outsourcing und Unternehmensberatung gehören zu den zentralen Dienstleistungen, die Grant Thornton in mehr als 100 Ländern anbietet.

Die Geschäftsstelle in der Romandie verstärkt die Niederlassungen in Zürich und Zug mit ihren mehr als 30 Mitarbeitenden. Geschäftsführer von Grant Thornton Romandie wird John Campbell, der auf eine 28-jährige Karriere in der Wirtschaftsprüfung und Beratung zurückblickt und seit 17 Jahren in der Schweiz lebt.

«Westschweiz oberste Priorität»

«Ziel der Eröffnung einer Geschäftsstelle in Genf ist Kundennähe», erklärt Jörg Fischer, Managing Partner von Grant Thornton Schweiz. «Eine wachsende Zahl von internationalen Unternehmen lässt sich in der Romandie nieder. Die Stärken der Region sind unter anderem der Luxusgüterbereich, Rohstoffhandel, die Biotechnologie und Vermögensverwaltung. Unsere Präsenz vor Ort ist deshalb entscheidend. Unter einer Reihe strategischer Optionen hat die Expansion in die Westschweiz für uns oberste Priorität.»

«Die nächsten Jahre sind vielversprechend», ergänzt John Campbell. «Bereits heute haben wir verschiedene neue Kunden, die unsere Dienstleistungen in der Wirtschaftsprüfung und Due Diligence nutzen. Bis Ende 2011 rechnen wir in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung mit einer Verdoppelung unserer Westschweizer Belegschaft.»

Ein ehemaliger KPMG-Mann

John Campbell hatte während 27 Jahren für KPMG in Grossbritannien, Belgien und der Schweiz gearbeitet, bevor er 2010 zu Grant Thornton stiess. Er ist zweisprachig und war unter anderem für Wirtschaftsprüfungen gemäss den Normen Swiss GAAP FER, IFRS und US GAAP zuständig und auch als Dozent für die IFRS-Normen tätig.

John Campbell leitete ausserdem eine Abteilung für Transaction Advisory Services für M&A-Transaktionen. Er leitete auch die globale Beratung für multinationale Unternehmen. Campbell ist Mitglied des Institute of Chartered Accountants of Scotland und von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde RAB als Revisionsexperte zugelassen.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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