Liechtenstein: Wichtige Entscheidungen fallen 2009

Die VP Bank hat ihre Strategie den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Mehr Kooperation in Steuerfragen ist angesagt, erklärt CEO Adolf E. Real.

Die traditionellen Offshore-Finanzplätze wie Liechtenstein und die Schweiz standen 2008 vor besonderen Herausforderungen: Nach dem Abschluss entsprechender Abkommen mit den USA, der Aushandlung des Betrugsbekämpfungsabkommens mit der EU und aufgrund von Kontakten mit der OECD sind die Fakten klar und unterscheiden sich nicht wesentlich von dem, was seit längerem erwartet werden konnte.

Adolf E. Real, Chief Executive Officer der VP Bank Gruppe, kommentiert die Veränderungen wie folgt: «Die VP Bank hat sich in ihrer Strategie auf die sich ändernden Gegebenheiten ausgerichtet. Wir haben unsere Aktivitäten in neuen Märkten verstärkt und unterstützen die Politik der liechtensteinischen Regierung im Hinblick auf die vermehrte Kooperation in Steuerfragen.»

«Ich bin der Auffassung, dass dadurch längerfristig die Interessen des Finanzplatzes Liechtenstein gewahrt werden können», sagte Real weiter. «Dabei werden wir dem Schutz der Privatsphäre unserer Kunden weiterhin eine hohe Stellung einräumen. Gleichzeitig müssen wir die veränderten rechtlichen Bedingungen in den Domizilländern unserer Kunden bei der Beratung und Vermögensverwaltung berücksichtigen.» Es ist davon auszugehen, dass im Hinblick auf den Status des Finanzplatzes Liechtenstein im Jahr 2009 wichtige Entscheidungen fallen.

Die VP Bank Gruppe kämpfte 2008 mit den Folgen der Krise auf den Finanzmärkten und musste einen Konzernverlust hinnehmen. Trotz der schwierigen Marktbedingungen hält sich die operative Ertragskraft stabil. Die VP Bank musste überdies einen Wertberichtigungsbedarf auf den eigenen Finanzanlagen verbuchen. Die Eigenkapitalbasis ist jedoch weiterhin gesund, und die Tier 1 Ratio liegt auf hohem Niveau. Massnahmen zur Kostensenkung und Ertragssteigerung wurden initiiert.

Die VP Bank hat derzeit keine offenen Stellen ausgeschrieben.

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Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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