Credit Suisse ist wertvoller als die UBS

Jedenfalls wenn man es am Markenwert misst. Die massgebliche Studie von Interbrand ist wieder erschienen – mit einem deutlichen Minus für UBS.

Der wertvollste Bankbrand? J. P. Morgan. Die Marke des Jamie-Dimon-Konzern wird von der spezialisierten, global tätigen Agentur Interbrand derzeit auf 12 Milliarden Dollar eingeschätzt. Das ist in etwa gleich viel wie im Vorjahr, und J. P. Morgan landete damit auf Rang 28.

Zum Vergleich: Coca-Cola, die weltweit wertvollste Marke überhaupt, ist laut Interbrand gut sechsmal mehr wert als die ausstrahlungsstärkste Bank – nämlich 71 Milliarden Dollar.

Unter den 100 wertvollsten Marken der Welt folgen weiter HSBC auf Rang 32 (unverändert), Goldman Sachs auf Rang 38 (Vorjahr: 37), Citi auf Rang 42 (Vorjahr: 40), Morgan Stanley auf Rang 54 (Vorjahr 52), Santander auf Rang 68 (unverändert) und Barclays auf Rang 79 (V0rjahr: 74). 

Mit anderen Worten: Das Ansehen und die Ausstrahlung der Bankhäuser ist weiter unter Druck. Dies nachdem die Geldinstitute bereits in den Vorjahren regelmässig abgerutscht waren.

Entsprechend schneidet auch die UBS ab, mehr noch: Hier war der Positionsverlust unter den Bankmarken am deutlichsten. Die Markenbildungs-Berater von Interbrand bewerten die Schweizer Grossbank derzeit mit 3,79 Milliarden Dollar, und damit rutschte die UBS auf der Liste der hundert wertvollsten Marken denn auch von Platz 86 auf Rang 92 ab; 2009 war sie noch auf Rang 76 gelegen. Die UBS rangiert nun zwischen Heineken und Armani.

Die Credit Suisse sackte zwar ebenfalls ab – wie die Banken durchwegs –, allerdings nur um zwei Plätze von Rang 80 auf 82. Damit liegt sie zum zweiten Mal hintereinander vor der UBS. Interbrand bewertet die Marke mit 4,1 Milliarden Dollar.

Der Charme von Axa

Positiver war indessen der Trend bei den Versicherungshäusern Axa, das sich um drei Ränge auf Platz 53 steigern konnte (Markenwert: 6,7 Milliarden Dollar); Allianz (Position unverändert, Markenwert von 4,9 auf 5,3 Milliarden Dollar gesteigert) und Zurich (unverändert auf Rang 94, Markenwert von 3,4 auf 3,7 Milliarden Dollar gesteigert)

Zurich hatte es – wie Credit Suisse – im Vorjahr zum ersten Mal unter die «Top 100 Brands» geschafft.

Beste Schweizer Marke ist Nescafé, das vom 27. auf den 30. Platz abstieg, Markenwert 12 Milliarden Dollar. Neu unter die Top Ten kam dieses Jahr Apple: Mit 33,5 Milliarden Dollar schätzen die Interbrand-Leute diese Marke als gleich gewichtig ein wie die drei wertvollsten Banken JP Morgan, HSBC und Goldman Sachs zusammen.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Wie sich Angstkultur ausbreitet

Mehrere Tausend Stellen im Schweizer Bankgewerbe sollen verschwinden. Besonders betroffen davon ist das mittlere Kader.

Selection

Selection

Das sind die teuersten Sportwagen

Ferraris, Lamborghinis oder Porsches erregen kaum mehr Aufmerksamkeit, ausser es handelt sich um ein seltenes Modell.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

weitere News