Kunden sind mehrheitlich unzufrieden mit ihrer Bank

Zwei Drittel der Privatkunden finden, ihre Vermögen könnten sich besser entwickeln, wenn ihr Bankberater mehr als das Gewohnte leisten würden.

Zu diesem Schluss kommt eine von März bis Juli dieses Jahres durchgeführte Befragung. Sie zeigt markante Unterschiede zwischen den Einschätzungen der Kunden und ihrer Bank.

So glauben 47 Prozent der befragten Bankberater, gute Ergebnisse für ihre Kunden zu erzielen, doch nur 26 Prozent der Vermögenden stimmt dem zu.

Grosse Unzufriedenheit

Eine Kluft tut sich auch bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses auf, das nur 38 Prozent der Kunden befriedigt, obwohl es 64 Prozent der Berater als gut einstufen.

Insgesamt ist nur knapp die Hälfte der wohlhabenden Privatkunden damit zufrieden, wie ihre Bank das Wealth Management praktiziert.

Zu diesen Schlüssen kommt die soeben von Weatherill Executive Consulting im Auftrag von IBM vorgelegte Studie «The Value of Trust». Darin wird der Einfluss der vertrauensvollen Zusammenarbeit an der Schnittstelle der vermögenden Kunden und ihrer Banken untersucht.

Vermögen könnten sich besser entwickeln

Roger_AltorferGefragt haben die britischen Branchenkenner 369 Reiche und 285 Kundenberater, unter anderem aus Hongkong, Singapur, England, aus den USA und aus der Schweiz. «Die Resultate zeigen eine zunehmend anspruchsvolle und internationale Klientel, die bestens informiert ist», sagt Roger Altorfer (Bild), Partner von IBM Global Busienss Services.

Konkret geben 63 Prozent der Privatkunden an, ihre Vermögen könnten sich besser entwickeln, wenn ihr Berater mehr als das Gewohnte leisten würde. Die Studie zeigt hier, dass mit den nötigen organisatorischen Massnahmen ein Trusted Advisor gegenüber dem bisherigen Modell für seine Bank um 27 Prozent höhere Vermögensanteile am Umsatzpotenzial eines Kunden-Portfolios erwirtschaften könnte.

Hochintegrierte IT-Systeme nötig

Insbesondere gewichten die Privatkunden hohe Servicequalität und schnellen sowie leichten Zugang zu ihrer Bank höher als die blosse Maximierung ihrer Vermögen, die sie erst an dritter Stelle nennen, wie Roger Altorfer weiter feststellt.

Genau um diese Dienstleistungsqualität zu verbessern, sind aber hochintegrierte IT-basierte Systeme eine wesentliche Voraussetzung. Und nicht nur, weil sie in der hart umkämpften Branche als eine der wichtigsten Stellschrauben zur Differenzierung von der Konkurrenz gelten.

Auf Marktveränderungen reagieren können

Konkret geht es darum, über entsprechende Tools ein vertieftes, auch die Zukunft des Kunden integrierendes Verständnis innerhalb der Bank aufzubauen und jederzeit auf dem neusten Stand zu halten.

Spezifische Kundeninteressen sind genauso zu integrieren wie beispielsweise nötige Compliance-Anforderungen und die Datenanalyse für ein jederzeit verfügbares, umfassendes Monitoring der Kundengelder. So wird die Flexibilität ausgebaut, um auf Marktveränderungen rasch reagieren zu können.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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