Hohe Ehre für Philipp Hildebrand

Die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder haben den Schweizer zum Vize-Vorsitzenden des Financial Stability Board (FSB) ernannt.

Die Arbeiten des Financial Stability Board sind für die Schweiz und ihren Finanzplatz von grosser Bedeutung. Als Mitglied des Steuerungsausschusses des FSB war Philipp Hildebrand bereits bisher stark in die Aktivitäten dieser Institution involviert.

Die Arbeiten des FSB werden von einem Sekretariat unterstützt, das bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelt ist.

Hildebrands Reaktion

«Die Ernennung zu diesem Amt ist eine Ehre. Ich werde mich in enger Zusammenarbeit mit Mark Carney, dem Gouverneur der Bank of Canada und neu ernannten Vorsitzenden des FSB, weiterhin mit aller Energie dafür einsetzen, das internationale Finanzsystem stabiler und effizienter zu machen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dem abtretenden FSB-Vorsitzenden, Mario Draghi, zu danken für sein unermüdliches Wirken im Bestreben, die Widerstandsfähigkeit des globalen Finanzsystems zu stärken», sagte Philipp Hildebrand am Freitag.

Neue Funktion neben der SNB

Philipp Hildebrand wird seine neue Funktion zusätzlich zu seinen Pflichten als Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank wahrnehmen.

Das Financial Stability Board wurde im April 2009 durch die G20 als Nachfolgeorganisation des Financial Stability Forum geschaffen. Diese Institution ihrerseits war 1999 durch die Finanzminister und Notenbankgouverneure der G7 ins Leben gerufen worden.

Das FSB ist eine internationale Organisation, die den Aufbau eines widerstandsfähigeren und effizienteren globalen Finanzsystems zur Aufgabe hat. Die Schweiz ist seit 2007 Mitglied der Institution. Zusätzliche Informationen zum FSB, einschliesslich einer Liste der Mitglieder, finden sich unter folgendem Link.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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