Beat Wittmanns Investment-Favoriten für 2012

Makroökonomische Faktoren werden das Jahr 2012 prägen. Zudem sei ein glückliches Händchen wichtig, findet Investmentexperte Beat Wittmann.

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Das Geschehen an den Märkten werde im nächsten Jahr stark von den Entscheidungen der Behörden und Regulatoren abhängen, ist der Gründer und CEO des Zürcher Vermögensverwalters Dynapartners, Beat Wittmann, überzeugt. Zudem dürfte die Entwicklung von einer anhaltend expansiven Geldpolitik der Notenbanken geprägt werden.

Der frühere Clariden- und Julius-Bär-Banker sieht im nächsten Jahr vor allem vier Bereiche mit grossem Ertragspotenzial.

Konsum in Asien

Investitionen in die schnell wachsende Mittelschicht der asiatischen Konsumenten bleibe bis auf weiteres eines der attraktivsten Anlagethemen, ist Wittmann überzeugt.

Unterstützende Faktoren seien hier die günstige demografische Entwicklung sowie die hohe Sparquote in der Bevölkerung. Komme noch hinzu, dass Luxusgüter eine bislang niedrige Marktdurchdringung hätten.

Dynapartners favorisiert vor diesem Hintergrund aufstrebende asiatische Unternehmen, multinationale Konzerne sowie westliche Luxusgüter-Firmen. Anlagen in solche Unternehmen würden attraktive Dividendenrenditen mit einem überdurchschnittlichen Wachstumspotenzial kombinieren.

Globale Unternehmensanleihen

Die Anleger werden auch 2012 tendenziell risikoscheu bleiben, ist Wittmann überzeugt. Die Suche nach Rendite werde daher ein anspruchsvolles Thema bleiben.

In diesem Umfeld, das von einem anhaltend langsamen Wirtschaftswachstum geprägt werde, seien Unternehmensanleihen attraktiv, zumal sie von ihrer Bewertung her durch gute Fundamentaldaten gestützt würden.

Wittmann geht zudem von einer ‹natürlichen Nachfrage› in dieser Anlageklasse aus, da viele institutionelle Investoren auf Grund neuer Regulatorien und Bestimmungen nur noch begrenzt in Aktien und alternative Anlagen investieren könnten.

Energie

Öl als begrenzte Ressource wird auch im kommenden Jahr eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig dürften die Förderländer die Preise auf einem historisch hohen Niveau halten, ist Wittmann überzeugt.

Nach Einschätzung von Dynapartners wird der Rohöl-Preis durch die anhaltende Nachfrage aus Asien und eine sich langsam erholende US-Wirtschaft stimuliert werden. Vor diesem Hintergrund besitzen Energie-Investments defensive Qualitäten und versprechen stabile Dividendenrenditen.

Gold

Seit rund fünf Jahren ist Beat Wittmann ‹bullish› auf Gold. Daran wird sich auch 2012 nichts ändern. «Das gelbe Edelmetall ist so attraktiv wie eh und je. Gold ist die ultimative Hart-Währung und der Nutzniesser der weltweiten Papiergeld-Flut», erklärt Wittmann.

Gold werde 2012 nochmals an Wert gewinnen, zumal die Verschuldung weiter steige und die Zentralbanken ihre expansive Geldpolitik fortsetzen werden.

Und was war 2011?

Im Gegensatz zu manch anderen Investmentexperten, die meist nur Empfehlungen abgeben, steht Wittmann auch selbstkritisch zu dem, was er vor Jahresfrist prognostiziert hat.

Seine Favoriten Anfang 2011 waren: Asiatische Konsumgüter (Resultat: positiv), globale Finanzhäuser (negativ), globale Energie (flach), Deutschland/Spanien long/short (flach) und Gold (positiv).

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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