New Value: «Angespannte Liquiditäts-Situation»

Wegen einer Fehlanlage muss die Beteiligungsgesellschaft einen grossen Abschreiber machen. Firmenpräsident Rolf Wägli tritt per sofort zurück.

Die Investmentgesellschaft New Value AG muss Wertberichtigungen von 8 Millionen Franken vornehmen. Dies weil die Rückzahlung von Anlagen unsicher geworden ist. Getätigte Festgelder im Wert von 13 Millionen Franken seien bislang nur im Umfang von 3 Millionen Franken zurückgeführt worden – weitere Rückführungen erscheinen unsicher.

Die Liquiditätssituation von New Value sei durch diese Situation angespannt, so die Mitteilung. Rolf Wägli, der Gründer des Zürcher Portfolio-Unternehmens, tritt als Präsident des Verwaltungsrates per sofort zurück. Seine Nachfolge übernimmt Thomas Keller, der seit 2003 Mitglied des Verwaltungsrates ist.

Was steht dahinter? Offenbar hatte die Beteiligungs-Gesellschaft, spezialisiert auf Investitionen in Schweizer Wachstumsunternehmen, 2009 aus der Veräusserung der 3S an die Meyer-Burger einen Gewinn erzielt; danach investierte es 13 Millionen Franken als Festgelder bei einem Unternehmen. Dass davon – abgesehen von den bereits zurückgeführten 3 Millionen Franken – alles zurückfliesst, wird nun als «sehr unsicher» beurteilt. Das andere Unternehmen übergab allerdings Sicherheiten in Form von kotierten Aktien, welche die Abschreibung mindern.

Rolf Wägli sagt dazu: «Ich übernehme die Verantwortung für diese getätigten Anlagen und werde mich für die ordnungsgemässe Rückführung einsetzen. Ich begrüsse die Ernennung von Thomas Keller und unterstütze ihn und den Verwaltungsrat voll.»

New Value ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und investiert direkt in Unternehmen aus den Bereichen Cleantech und Umwelt, in der Schweiz und den umliegenden Ländern. Die Gesellschaft setzt auf innovative Geschäftsmodelle mit Wachstumskapital und begleitet die Unternehmen bis zum Markterfolg. Das Portfolio umfasst Unternehmen verschiedener Reifegrade, ab der Markteinführungsphase bis hin zu deren Etablierung als mittelständische Betriebe mit stabilen Gewinnen. 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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